auf nach Tunesien

Platz 4 in Tunesien!

Am letzten Donnerstag war ich zum Kontrollultraschall. Und siehe da: das Band sah gut aus, sodass ich mich kurzerhand für einen Start in Tunesien entschieden habe.

Ein etwas gewagtes Abenteuer, da ich bis zu diesem Tag keine 25min am Stück gelaufen bin und auch nicht ohne Schiene geschwommen und Rad gefahren 🙂

Aber no risk no fun, außerdem gab es keine Zeit zum Nachdenken, denn schon am frühen Montag Morgen stieg ich in den Flieger nach Tunis.

Dort angekommen dauerte es gefühlt 3 Stunden bis wir es durch die Passkontrolle geschafft hatten und in unserem Shuttel-Bus nach Yasmine-Hamamet saßen. Trotz der Rushhour in der Hauptstadt schaffte es unser Fahrer relativ schnell in den „Touristenort“. Der Verkehr in Tunesien ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Aus eigentlich 2 Spuren machten die Autofahrer einfach 4, und die Schotterpiste neben der Autobahn machte sich im Stau gut als Ausweichstraße 🙂 Einfach komplett verrückt!

Ebenfalls musste man sein vollstes Vertrauen in den Fahrer legen, denn er holte alles aus dem Bus raus und die 110km/h, fühlten sich definitiv schneller an.

Ob ich in Tunesien bzw. Yasmine Hamamet Urlaub machen könnte lässt sich relativ schnell mit einem NEIN beantworten. Nur „all-inklusive“ Hotels und sonst nichts was man hätte machen können. Den ganzen Tag Essen und am Strand liegen, ist definitiv nichts für mich. Für die Tage während des Rennens war es aber völlig okay.

Nun zum Rennen:) Nach dem Startschuss bildete sich schnell eine Spitzengruppe, jedoch schwammen wir erstmal zur falschen Boje. Die Wellen im Meer waren am Wettkampftag ziemlich hoch und das Vertrauen in den vorausfahrenden Kanufahrer einfach zu groß. Irgendwann sah ich dann aber, dass es die falsche Boje war und ich änderte meinen Kurs. Aus 750m Schwimmen wurden somit etwas mehr 🙁 Jedoch konnte ich die ein oder andere Konkurrentin überholen und den so entstandenen Rückstand verringern.

Dennoch stieg ich mit etwas Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser. Auf dem Rad konnte ich die Gruppe aber einholen. Nur ganz vorne fuhr Caro alleine. Nun ging es zum Laufen. Hier konnte ich den 4. Platz nach Hause holen 🙂 Mein bestes internationales Ergebnis und wichtige Weltranglistenpunkte!

Außerdem gab es noch ein wenig Preisgeld, sodass die Reisekosten deutlich geringer ausfielen 🙂

Daneben hat der Fuß auch gehalten, was ziemlich wichtig ist! Ein bisschen „gelitten“ hat er natürlich, aber ich hatte keine Schmerzen während des Rennens und die Tage danach waren bis jetzt ganz gut.

Nach der doch etwas spannenden Rückreise bin ich nun zurück im kalten Deutschland und freue mich auf die nächsten Rennen.