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Sportlerin des Jahrzehnts

Hallo zusammen, 

es ist mal wieder Zeit für ein Update 🙂 

Das Jahr 2021 ist schon vorangeschritten, einen Wettkampf habe ich dennoch nicht machen können.

Kurz vor der Deutschen Meisterschaft habe ich mir leider mein Außenband angerissen. Zudem hatte ich Schmerzen im Rücken und Bein. Nach einem MRT Termin konnte ich glücklicherweise einen Bandscheibenvorfall ausschließen, doch ich hatte ziemlich lange mit meinen Problemen zu kämpfen. 

Das DM-Rennen in Berlin habe ich deshalb als Zuschauerin verfolgen müssen, leider ;( 

Wann genau das nächste Rennen ansteht weiß ich noch nicht genau. So langsam kann ich aber wieder ein paar Kilometer laufen und freue mich auf die noch lange Saison. 

Außerdem war ich am letzten Wochenende mal wieder in der Heimat. In meiner Heimatstadt wurden nämlich die Sportler*innen des Jahrzehnts geehrt. 

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich Sportlerin des Jahrzehnts geworden bin und ich durfte einen schönen Abend in Vreden verbringen. Danke an dieser Stelle an alle, die eine Stimme für mich abgegeben habe!!! 

Genießt das schöne Wetter,

Lina

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Interview der Woche

Die Wochenpost aus der Region hat mich zum Interview der Woche eingeladen. Wir haben über die Vergangenheit, die Corona-Zeit und über die Zukunft gesprochen. Wer Interesse hat, hier das gesamte Interview vom 26.02.2021.

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Happy 2021

Vielleicht etwas verspätet, aber besser zu spät als nie 🙂 Ich hoffe ihr hattet alle ein paar schöne & entspannte Weihnachtstage, sowie einen guten Start in das neue Jahr.

Bleibt gesund und macht das Beste aus der jeweiligen Situation!

Lina

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Sieg in der Bundesliga

Ein bisschen in Verzug bin ich mit meinem Blog ja schon, aber die anstehenden Examensklausuren haben mich etwas mehr beschäftigt. Nun hatte ich aber tatsächlich gar keine Lust mehr auf Lernen, sodass ich die Auszeit für diesen Blog genutzt habe.  

 

Sieg in der Bundesliga (Saarbrücken)

Das wohl einzige Rennen der Saison 2020 wird, für mich,  das Bundesliga Rennen in Saarbrücken bleiben. In einem Corona konformen Rennen konnten wir uns also doch noch batteln. Da die 16. Damenmannschaften mit jeweils 4.Teilnehmerinnen an den Start gehen, wurden wir dieses Mal in 4. Startgruppen eingeteilt (immer 1 Frau pro Team). 

Ich war also in der 2. Startgruppe am Start.

Es wurden zunächst 650m geschwommen, dann 6. Runden (15km) Rad gefahren und zum Abschluss 2. Runden (4,4km) gelaufen. 

Beim Schwimmen noch auf Platz zwei liegend, konnte ich mich auf dem Rad von meinen Konkurrentinnen absetzen. Diesen Vorsprung baute ich Runde für Runde aus, sodass ich auf den abschließenden Lauf einen Vorsprung von knapp 60sec mitnahm. Diese 60sec konnte ich ungefährdet verteidigen, sodass ich den Sieg in der Startgruppe mit nach Hause nehmen konnte 🙂 

Für die abschließende Teamwertung wurden jeweils Platzziffern verteilt, wobei das schlechteste Ergebnis das Streichergebnis wurde. Mit den Plätzen 1,1,2 und 1 sicherten wir uns, mit der niedrigsten Platzziffer von 3 Zählern, den Tagessieg. Und auch bei den Männern gelang dem EJOT Team Buschhütten der Tagessieg 🙂 Quasi ein Doppelerfolg. 

 

 

Was passierte danach? 

Nach dem Race hatte ich eigentlich zwei Wochen Zeit, mich auf mein letztes „Rennen“ der Saison vorzubereiten. Ich wollte nämlich noch möglichst schelle 5km auf der Bahn laufen. Für die Kaderqualifikation fehlt mir nämlich noch, neben der 800m Schwimmnorm, eben diese 5km Zeit.

Daraus wird jetzt aber leider nix mehr. Den Tag nach dem Rennen lief ich meinen sonntäglichen Dauerlauf. Doch schon während des Laufens machte sich meine Wade bzw. mein Schienbein bemerkbar. So hatte ich dort am Montag eine fette Beule, sodass ich sofort zur Physio rannte. Verdacht auf eine Knochenhautentzündung war die erste Diagnose. An Gehen, Radfahren und auch ordentliche Rollwenden beim Schwimmen war nicht mehr zu denken. Es tat schon richtig weh ;( 

Bis ich einen Arttermin hatte dauerte es leider, doch letzte Woche war es dann soweit. Und der Verdacht hat sich bestätigt: Knochenhautentzündung. Was so viel bedeutet: ruhiges, lockeres und schmerzfreies Training, und kein schneller 5km Lauf auf der Bahn, stehen nun im Vordergrund.

Aufgrund der Situation habe ich nun mit meinem Trainer beschlossen, meine Saisonpause einzuleiten. So schreibe ich erst einmal mein Examen und trainiere nach Lust und Laune. Eben alternativ, um die Verletzung auszukurieren. 

 

Was bleibt zu sagen? 

Auf eine neue Saison 2021 und danke für die Unterstützung von allen Seite 🙂 

You know who you are! 

Bleibt gesünder als ich und genießt die letzten Strahlen der Sonne, 

Lina 

 

(Pics by Jo Kleindl und Conny Ziegler #DANKE)

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Blog – Update 2020 part 2

Ende Mai habe ich meinen letzten Blog verfasst. Doch nun ist wieder etwas Zeit verflogen und ich kann euch ein kleines Update geben! 

So richtig in Fahrt gekommen ist die Triathlon-Saison noch nicht und das wird sie 2020 wohl auch nicht mehr. Letztendlich ist es einfach schwierig in der Corona-Situation etwas zu planen, zumal die Gesundheit aller an erster Stelle stehen sollte. Meiner Meinung nach zumindest 🙂 So trainiere ich weiter fleißig und freue mich auf ein paar Rennen 2020, aber noch viel mehr auf faire Rennen in der fernen Zukunft! Wenn es nämlich Rennen gibt, sollten auch alle starten können. 

Doch das nur vorweg. Was ist wirklich seit Ende Mai passiert? 

 

Road to Schweich 

Eines Sonntags hatte ich Lust auf etwas Neues. Also bin ich mit dem Rad einfach drauf los gefahren. Anstatt wieder Zuhause endete meine Route in Schweich. Aus Saarbrücken ging es über den Hermeskeil an die Mosel. Den Rest erledigte der Zug, sodass ich am Ende des Tages wieder in Saarbrücken ankam. 

Gut das ich etwas Geld und meinen Mundschutz dabei hatte 🙂 

 

Wochenende in den Vogesen

Schon zwei Mal war ich in Géradmer, einer kleinen Stadt in den Vogesen. Und weil Justus noch nie dort war, war es nun an der Zeit ihm dieses schöne Fleckchen Erde näher zu bringen. Von Freitag bis Montag packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf in Richtung Frankreich. 

Geschwommen sind wir, bei herrlichstem Wetter, im See. Gelaufen wurde um den See und Rad gefahren in den Bergen 🙂 

Ich konnte Justus sogar davon überzeugen mehr Rad zu fahren, als er sollte (Sorry Dan). Aber die Route des Cretes und den Grand Ballon muss man einfach gefahren sein! 

Ansonsten haben wie die Sommerrodelbahnen der Region unsicher gemacht, und wer dachte man kann aus einigen Bahnen nicht raus fallen, der hat sich getäuscht. Ich bin doch sehr unsanft aus der Bahn geflogen ;( 

Bonus des Kurztrips: meine Eltern sind zusammen mit meinen Brüder auf dem Weg in den Sommerurlaub gewesen und haben in der Nähe einen Zwischenstopp gemacht, sodass wir gemeinsam einen Abend verbringen konnten. 

 

Deutschlandreise 

Stop 1 – Leipzig 

Die erste Station unserer Deutschlandreise war das IAT in Leipzig. Zwei Tage Leistungsdiagnostik sollten neue Daten über unseren Trainingsstand geben. So schwitzen wir in der „Kammer des Schreckens“ bevor wir uns weiter auf den Weg Richtung Osten machten. 

Stop 2 – Kienbaum 

Hinter Berlin liegt mitten im Grünen das bescheidene Örtchen Kienbaum samt gleichnamigem Bundesleistungszentrum. Der zweite Stop unserer Reise. Für eine Woche begleiteten wir den Nachwuchskader der Nationalmannschaft. 

Doch bevor wieder etwas ruhiger trainiert wurde, stand noch der Swim&Run der 1. Triathlon Bundesliga an. 800m Schwimmen und 5km Laufen galt es zu absolvieren, egal an welchem Ort der Welt. Die besten drei Frauen des Teams kamen dann in die Wertung, sodass der Tagessieg ermittelt werden konnte. So siegten wir als EJOT Team Buschhütten an diesem Tag 🙂 

Danach folgte eine Woche ordentliches Training in Kienbaum, wobei wir kurz vor der Abreise noch ein 8km Einzelzeitfahren veranstalteten. Etwas offensiv angefahren, konnte ich dennoch den Tagessieg bei dem Frauen mitnehmen 😉 So viel Laktat habe ich auf jeden Fall lange nicht mehr gespürt! 

Alles in allem war es eine lustige Woche und auch der Spaß kam nicht zu kurz, wobei ich jedoch sagen muss, dass ich nicht zum Kunstturnen wechseln werde 🙂

Stop 3 – Frankfurt 

Die Zeit verging mal wieder viel zu schnell und schon waren wir in Frankfurt. Abends um 19.30 Uhr angekommen, wurden schnell die Rennräder in die Radtasche gepackt, bevor wir pünktlich um 20.00 beim Abendessen saßen. 

Eine Schulfreundin ist zur Zeit in Frankfurt, sodass ich es mir nicht nehmen lassen wollte, sie wenigstens kurz zu sehen. 

Morgens um 6.00 Uhr waren wir dann schon wieder auf den Beinen auf dem Weg in Richtung Flughafen. 

 

Ab in den Westen – Portugal 

Von Frankfurt ging es über Lissabon in die portugiesische Provinz nach Avis. Doch der Ort hat wenig mit der Autovermietung zu tun, denn Autos sind dort definitiv Mangelware. Auf meiner 70km Solotour zB habe ich nicht ein einziges Auto gesehen. Ich muss sagen, seeeeehr entschläunigend 🙂 

So sah das Training aber glücklicherweise dann doch nicht aus! 

Da es Tagsüber bis zu 40C hatte, versuchten wir das Training möglichst in den Morgen- oder Abendstunden zu absolvieren. 

Der Tagesablauf war somit immer relativ identisch: Laufen – Frühstück – Schwimmen – Mittag – Lernen – Radfahren. 

Natürlich war es nicht immer so, aber im großen und ganzen passt das ganz gut.

An dem ein oder anderen Tag ging es anstatt in den Pool auch ins Freiwasser. Der See direkt am Hotel ist wirklich riesig gewesen. Aus dem Grund machten wir an einem der „Ruhetage“ noch einen Bootsausflug, um das Ausmaß zu erahnen. Da durfte selbst ich das Steuer übernehmen 🙂 

Ansonsten haben wir viel trainiert und die Vorzüge des klimatisierten Hotels genossen bzw. uns eine Abkühlung im Hotelpool genehmigt! 

Ah und nicht zu vergessen, das Schnecken-Essen. Außergewöhnlich, aber ich fand sie sehr lecker.

Nun freue ich mich aber wieder zuhause zu sein und wenn es News gibt, werde ich berichten. 

Lina 

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Die Lieblingseinheiten unseres Nationalteams: Lina Völker

An Schwimmen ist in Moment für viele von uns nicht zu denken. Also stehen Laufen und Radfahren sowie Athletik ehr im Vordergrund. Die DTU möchte daher unsere Lieblingsprogramme mit der “Masse” teilen. Heute war also ich dran.

Viel Spaß beim Nachmachen 🙂

Lina

https://www.dtu-info.de/news/2020/mai/die-lieblingstrainingseinheiten-unseres-nationalteams-lina-voelker.html

Die Lieblingseinheiten unseres Nationalteams: Lina Völker

Leistungssportler*innen haben in der Regel die besten Trainer, die Möglichkeiten für viele Einheiten und auch eine Menge Zeit, sich mit ihrem Training auseinanderzusetzen. Sie kennen daher die besten Übungen fürs Training, die besten Tricks fürs Rennen und die besten Kniffe für das im Triathlon nicht ganz unwichtige Material.

Die Triathlet*innen sind aber auch eine große Familie. Weltklasseathlet*innen und Breitensportler*innen können in einem Rennen starten. Die Stars sind nahbar. Und sie machen den Sport aus den gleichen Gründen wie ihr: weil sie ihn lieben. Deshalb geben die Athlet*innen der Nationalmannschaft der Deutschen Triathlon Union (DTU) auf unserer Webseite auch regelmäßig ihre besten Trainingstipps in Form ihrer Lieblings-Trainingseinheit weiter: Heute: Lina Völker.

„Laufen ist meine schwächste Disziplin“, sagt Lina. Daher gibt es natürlich auch Laufeinheiten, wie beispielsweise einen Tempodauerlauf oder Serien mit 1000-Meter-Läufen, die jetzt nicht unbedingt zu dem gehören, was Lina im Training am liebsten macht. „Aber 200er gehen immer“, sagt Lina: „Ich weiß, ich kann das laufen und es geht auch immer richtig gut. Und wenn etwas richtig gut geht, dann macht es echt Bock.“

Linas Lieblingstraining sind 200-Meter-Läufe, unterbrochen durch Trabpausen. Für dieses Programm gibt es verschiedene Varianten, je nach Leistungslevel beziehungsweise Stand der Saisonphase, in der ihr euch befindet: 2 x 5 x 200 Meter, 10 x 200 Meter, 3 x 5 x 200 Meter, 20 x 200 Meter. Auch Leistungssportler wie Lina beginnen in der Vorbereitung im Winter nicht gleich mit 20 x 200 Metern, sondern mit 2 x 5 x 200 Meter oder 10 x 200 Meter. „Mit Serienpause ist das Programm gnädiger“, sagt die 21-Jährige.

Wie das Programm funktioniert? Ihr lauft abwechselnd 200 Meter schnell und trabt 200 Meter locker. Wichtig bei dem Programm ist, dass ihr die 200-Meter-Läufe vom Tempo möglichst gleichmäßig gestaltet. Das gilt auch für die Pausen. „Hier sollte das Tempo kein Spazierengehen sein, sondern lockeres Laufen“, sagt Lina. Die Serienpause bei 2 x 5 x 200 Meter beziehungsweise 3 x 5 x 200 Meter sollte drei bis fünf Minuten betragen.

Es ist ein tolles Programm, um ein Gefühl für die Geschwindigkeit zu bekommen. „Ihr solltet die Läufe vom Tempo her kontrolliert laufen“, sagt Lina, sodass der Puls auch am Ende der Einheit nicht deutlich über 180 Schlägen pro Minute liegt: „Es sollte schon so sein, dass ihr am Ende noch vier weitere 200-Meter-Läufe absolvieren könnt, aber ihr solltet auch nicht denken, zehn Mal würde ich auch noch hinbekommen.“

Das Tolle an dem Programm ist: ihr seid nicht auf einen Sportplatz angewiesen, sondern könnt das Programm quasi überall durchführen. Zum Beispiel auf einem ebenen Waldweg oder an einem Fluss – wie Lina in Saarbrücken an der Saar. Lauft ihr nicht auf dem Sportplatz, legt ihr am besten zwei Punkte fest, die etwa 200 Meter (das sind etwa 40 Sekunden im Laufen) voneinander entfernt sind. Zwischen zwei Läufen trabt ihr etwa 1:30 Minuten locker. Man darf auch mal auf sein Bauchgefühl vertrauen 🙂

Vor dem Programm solltet ihr euch etwa zwei bis drei Kilometer einlaufen. Lina dehnt vor dem Warmlaufen noch fünf Minuten. An das Einlaufen schließen sich ein Lauf-ABC und Steigerungsläufe an. Nach den 200-Meter-Läufen folgt dann das Auslaufen, auch etwa zwei bis drei Kilometer.

 

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Lina Völker – der lange Weg zurück nach oben

Vor einigen Wochen hat die DTU ein Interview mit mir geführt. Ich finde es ist sehr schön geworden, sodass ich es euch nicht vorenthalten will. Ich habe es einfachmal hier hinein kopiert. Den Link dazu findet ihr aber sich sonst hier: https://www.dtu-info.de/news/2020/april/lina-voelker-der-lange-weg-zurueck-nach-oben.html

Also viel Spaß beim lesen 🙂

 

Lina Völker – der lange Weg zurück nach oben

21.04.2020 08:36 von Thorsten Eisenhofer

Wenn man sich mit Athleten darüber unterhält, wann der Zeitpunkt war, an dem sie gemerkt haben, dass sie ihren Sport wirklich so richtig leistungssportorientiert ausüben wollen, ist die Antwort oftmals die gleiche: Es gibt keinen genauen Zeitpunkt. Es gibt eher einen Zeitraum. Bei Lina Völker ist das anders. Die 21-Jährige hatte ein richtiges „Aha-Erlebnis“, wie sie das nennt. Dieses „Aha-Erlebnis“, es ereignete sich bei der Junioren-EM 2016 in Lissabon (Portugal).

Lina lieferte in Lissabon ein fast perfektes Rennen ab. Belegte überraschend Rang zwölf. „Da habe ich gemerkt: Du kannst das. Du möchtest so etwas noch einmal erleben. Und du willst den Weg in den Leistungssport gehen“, erzählt sie rückblickend. Der Wettkampf war vom Ablauf und dem Drumherum wie ein Eliterennen aufgezogen. Und Lina merkte: solche Rennen möchte sie gerne noch öfter in ihrer Karriere bestreiten.

Lina ist in der Jugend- und Juniorenzeit nie die Beste in ihrem Jahrgang in Deutschland gewesen – was auch daran liegt, dass der Jahrgang 1998 im weiblichen Bereich zu den stärksten der vergangenen Jahre gehört. Bei den Rennen des DTU-Nachwuchscups standen jedenfalls immer andere auf dem Podium. Lina wurde meistens Vierte, Fünfte oder Sechste. Natürlich wäre sie damals auch gerne Erste, Zweite oder Dritte geworden. Aber es war auch die Zeit, in der sie Triathlon vor allem aus einem Grund betrieb: aus Spaß am Triathlon.

In den Triathlon ist sie „so reingerutscht“, wie sie das nennt. Triathlon ist bei den Völkers Familiensport. Ihr Vater Gerrit absolvierte Triathlons, war später dann langjähriger Landestrainer in Nordrhein-Westfalen und auch Linas Coach. Ihr Bruder Paul ist ebenfalls Triathlet.

Im Alter von fünf Jahren startete Lina erstmals bei einem Wettkampf. Mehr als ein Jahrzehnt später, Ende 2016, folgte dann der Wechsel an den Bundesstützpunkt nach Saarbrücken, nachdem sie sich ein paar Monate zuvor überraschend für die Junioren-EM in Lissabon qualifiziert hatte und dort jenen überraschenden zwölften Platz erreicht hatte. Auch 2017 sicherte sie sich wieder einen Startplatz für die Junioren-EM. Doch in Kitzbühel (Österreich) sollte sie dann nicht am Start sein.

Plötzlich steht nicht der Sport, sondern die Gesundheit im Vordergrund

Anstatt unmittelbarer EM-Vorbereitung ging es Ende Mai 2017 plötzlich um etwas viel Wichtigeres im Leben: um ihre Gesundheit. Sie fühlte sich nicht gut, musste ins Krankenhaus. Die niederschmetternde Diagnose: Sinusvenenthrombose, also Blutgerinnseln, im Kopf. Samt Verdacht auf Schlaganfall. Sporttreiben war zu etwas Nebensächlichem geworden.

Lina war zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alt. Als 19-Jährige hat man normalerweise andere Themen, die das Leben bestimmen als eine Sinusvenenthrombose. Aber Erkrankungen und Verletzungen kann man sich nicht aussuchen. Man kann nur versuchen, das Beste daraus zu machen. Lina hat versucht, das Beste daraus zu machen: „Ich bin dadurch erwachsen geworden. Man geht anschließend anders an Sachen heran“, sagt sie. Sie hat zum Beispiel gelernt, mit Rückschlägen anders umzugehen. „Ich ärgere mich nicht mehr so, wenn etwas nicht geklappt hat.“

Es war ein schwieriger Weg zurück. Und ein langer Weg. Ein Weg, der nun, knapp drei Jahre später, erst langsam abgeschlossen ist. Erst jetzt hat sie langsam wieder das Gefühl, ihre volle Leistungsstärke erreicht zu haben. Lina durfte damals erst langsam wieder mit dem Sport beginnen. Erstmals joggen war erst ein halbes Jahr nach dem Krankenhausaufenthalt möglich („Ich habe mich nach drei Minuten Laufen gefühlt, als hätte ich das noch nie gemacht“). Natürlich hat sie auch darüber nachgedacht, ob es sich lohnt, sich zurückzukämpfen, ob sie die Kraft und Ausdauer dafür hat. „Aber ich hatte das Gefühl, wenn ich es nicht probiere, werde ich es irgendwann bereuen.“

Also probierte sie es. Es war ein sportlicher Neustart für Lina. „Ich kam mir ein bisschen vor wie ein kleines Kind, dass keine Ahnung von Triathlon hat und mit dem Sport anfängt.“ Ein Jahr nach der Diagnose absolvierte sie erstmals wieder einen Wettkampf. Zwei Jahre nach der Diagnose gewinnt sie ihr erstes Continental-Cup-Rennen – beim Afrika-Cup in Larache (Marokko). „Ich habe zuvor ewig kein Rennen mehr gewonnen“, erzählt sie. Es ist ihr erster Sieg seit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels bei der Duathlon-DM 2017 in Alsdorf.

Im Februar 2019 hat Lina ihr erstes Weltcuprennen absolviert – nach zuvor vielen Starts in Continental-Cup-Rennen. Sie merkt in Kapstadt (Südafrika), dass die Weltspitze noch ein anderes Format hat, wo ihre Schwächen liegen. Sie merkt aber auch, dass es jetzt nicht eine völlig fremde Welt ist. „Es fehlt noch etwas“, sagt Lina: „Aber man sieht auch, es ist machbar.“ Das erste Weltcuprennen ihrer Karriere, es war, wenn man so will, ihr zweites Aha-Erlebnis.

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Corona und was jetzt?

Corona ist in den letzten Wochen/ Monaten das Thema Nummer 1. Doch was hat das eigentlich für uns Sportler zu bedeuten?

Eigentlich war geplant, dass ich den Indoor Triathlon in Lievin machen, doch dann kam alles anders. Das Rennen sollte Ende März stattfinden, sollte. Denn schon vor den Rennen fing es an, dass sich die Situation weltweit anderes entwickelte als viele von uns vielleicht vorher gedacht haben. Schon vor dem Rennen in Lievin wurden mehrere Rennen abgesagt, und als dann auch mein Rennen von der Liste war, wollte ich zunächst noch nach Südafrika fliegen. Der Flug war/ist auch gebucht. Jetzt wartet der 600 Euro Gutschein auf seine Einlösung ;( Die ITU (Internationale Triathlon Union) hat nämlich sehr lange an vielen Rennen festgehalten, und erst eine Woche vor den geplanten Rennen in Durban wurden alle Wettkämpfe bis Ende Mai abgesagt. Diese Wettkampfsperre wurde in den letzten Tagen noch einmal verlängert, sodass erst einmal bis zum 30.6 nichts mehr stattfinden wird. Was natürlich gut und richtig ist.

Dennoch hart, denn anstatt Wettkämpfe zu bestreiten heißt es abwarten und trainieren. Da ich nebenbei noch studiere/arbeite wird mir aber nicht langweilig 🙂 Denn neben den guten alten Arbeitsaufträgen gibt es auch Onlinevorlesungen, sodass ich immer gut beschäftigt bin.

 

Und wie trainieren/ leben wir in Moment?

Ich denke, dass wir es in Deutschland definitiv sehr gut haben. Wir haben ein gutes Gesundheitssystem und unsere Einschnitte sind doch relativ begrenzt. Wir dürfen zu zweit draußen Sport treiben, und wenn man am Tag 3-4h draußen ist, hat man auf jeden Fall genug frische Luft geschnuppert.

Doch zum Triathlon gehört mehr als nur Radfahren und Laufen. Schwimmen ist in Moment nicht erlaubt. Zumindest nicht am OSP in Saarbrücken. Schade, dass dort jeder Stützpunkt eigene Regel treffen kann. Doch wir hoffen, dass es auch in Saarbrücken in den nächsten Tagen wieder los geht. Der Kraftraum ist ebenfalls geschlossen, aber in der heutigen Zeit gibt es ja genug Programme für eine Videokonferenz, sodass wir uns alle zusammen Montags, Mittwochs und Freitags virtuell zum Athletik treffen 🙂

Ach und ganz vergessen, unser Balkon hat mittlerweile Tisch und Stuhl, Blumen und Lampions! Man macht das Beste aus der Situation.

Bleibt zu Hause und passt auf euch auf!

Lina

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Südafrika

Hallo zusammen,

ich hoffe ihr hattet alle einen guten Start in das neue Jahr.

Zusammen mit einem Teil meiner Trainingsgruppe habe ich mich Ende Januar in den Flieger nach Südafrika gesetzt. In der Studentenstadt Potchefstroom haben wir für drei Wochen eine Pension gebucht, um ein erstes Trainingslager zu absolvieren.

Nach dem Weltcup in Kapstadt im letzten Jahr ist es mein zweiter Aufenthalt in Südafrika, jedoch unterscheidet sich die Region um Johannesburg doch deutlich von der in Kapstadt.

Herrschen in Kapstadt eigentlich immer Dürre und Wasserknappheit ist es hier im Hochland super grün und feucht. Das ein oder andere Gewitter hat uns auf jeden Fall überrascht und auch die Dauer und Heftigkeit waren sehr Beeindruckend.

 

Auch durfte ich erneut mit dem in Südafrika weit verarbeiteten low shedding (dt. Lastabwurf, resultiert aber immer in einem Stromausfall für den Verbraucher) Bekanntschaft machen. Aber ein bisschen Detox hat noch niemandem geschadet 🙂 Zumal ich nun angefangen habe, diesen Blog hier zu schreiben.

Wir befinden und also gerade in der letzten Woche des Trainingslagers und Morgen geht es für die meisten von uns weiter nach Bloemfontein. Im dortigen Maselspoort-Resort findet ein Afrikacup statt, welchen wir zum Abschluss unseres Trainingslagers mitmachen werden.

Wie es dort war, werdet ihr dann in einem Update erfahren.

Aber was haben wir hier eigentlich trainiert? Das Radfahren hat stunden-mäßig den größten Teil ausgemacht. So haben wir am letzten Sonntag uns 5h in der Sonne grillen lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Bei 35 Grad und null Schatten verpufft die Flüssigkeit in den Radflaschen schneller als man gucken kann. So hatten der Coach bzw. der Doc doch alle Hände voll zu tun 🙂 Jedenfalls haben wir eine schöne Runde gedreht. Als Bonus gab es sogar eine Safari: Nashörner, Affen, Strauße, Zebras, Giraffen, Vieh, Pferde und Antilopen waren auf jeden Fall dabei.

  

Zu Fuß habe ich es immer sehr genossen auf den Rasenflächen der Universität zu laufen, aber auch die Schotterpiste entlang der Bahngleise ist sehr zu empfehlen.

Geschwommen sind wir immer im Freibad, wobei es an manchen Tagen einem Freigewässer extrem nahe kam. Mit der Sauberkeit nimmt man es hier definitiv nicht so genau wie in Deutschland. Nichtsdestotrotz bin ich gerne im dortigen Pool geschwommen. Und nachdem ich am ersten Tag einen ordentlichen Sonnenbrand bekommen habe und einen Tag im T-Shirt schwimmen musste, hat sich meine Haut allmählich an die Sonne gewöhnt 🙂

 

Hatte ich mir vor dem Abflug doch ein paar Gedanken aufgrund der Hitze und Höhe gemacht, muss ich sagen, dass ich ganz gut damit zurecht gekommen bin. Das Hitzetraining hat mir, denke ich, definitiv etwas gebracht.

Soweit so gut 🙂

LG aus der Sonne Südafrikas,

Lina

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Frohes Neues Jahr

Ich hoffe ihr habt alle die ganzen Feiertage, sei es Weihnachten und Neujahr, gut überstanden. Ich wünsche euch allen nur das Beste für 2020 und bleibt gesund 🙂

Ich habe das Jahr 2019 traditionell mit einem Silvesterlauf beendet. Mit einer kleinen 5km Bestzeit waren die 5km in Trier die letzten Laufkilometer des letzten Jahres. Nun geht es munter weiter und schon heute werden erneut die Laufschuhe geschnürt.

Lina