Kategorien
Allgemein

Podestplatz in Viernheim

Einen erneuten Ausflug auf die noch ungewohnte Kurzdistanz (= Olympische Distanz) wagte ich am letzten Samstag beim Triathlon in Viernheim. Nicht wie sonst galt es 750m zu Schwimmen, 20km Rad zu fahren und 5km zu Laufen, sondern eben die doppelte Distanz von 1,5km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen.

Geschwommen wurde im Freiwasser, genauer im Wiesensee. Die Frauen starteten zusammen mit den Männern der 1. Startgruppe (also 300 Leute) um 9.00 Uhr. Ich erwischte einen guten Start und konnte als erste Frau, mit rund 1. Minute Vorsprung, aus dem Wasser steigen.

Im Gegensatz zu den Rennen der ITU war an diesem Wochenende Windschatten fahren nicht erlaubt. Auch die Radstrecke hatte es in Sich. Die ersten 8km ging es mit bis zu 17% Steigung nur bergauf. Hier konnte ich meinen Vorsprung auf die Verfolgerinnen noch verteidigen. Die letzten 20km dagegen führten leicht bergab bzw. flach zurück in Richtung Wechselzone. Leider erwischte ich nicht meinen besten Tag auf dem Rad und hatte gegen die Zeitfahrräder keine Chance. Am Ende stieg ich also als dritte Frau vom Rad.

Beim abschließenden 10km Lauf veränderte sich nichts mehr in der Platzierung, sodass ich als gute Dritte die Ziellinie überquerte.

Der Wettkampf war eine gute Vorbereitung für den in drei Wochen anstehenden Afrika Cup in Marokko, dieser wird nämlich ebenfalls über die Olympische Distanz ausgetragen.

Noch zu Viernheim: in allen drei Disziplinen ist noch Luft nach oben, aber trotz der Hitze bin ich dieses Mal nicht kollabiert 🙂 

 

Lina

Kategorien
Allgemein

Platz 7 in Kasachstan

Auch wenn die Müdigkeit mich noch gut im Griff hat, wollte ich es euch nicht vorenthalten, über meine Reise nach Kasachstan zu berichten. 45h wach zu sein macht definitiv keinen Spaß:) Dazu aber später mehr.

Los ging es am Dienstag Mittag aus Düsseldorf. Über Kiew flog ich weiter nach Almaty, in den Südosten Kasachstans. Der Flug über Kiew war „relativ“ günstig im Gegensatz zum 3000 Euro Direktflug der Lufthansa, sodass ich die Umsteigezeit in Kauf nahm. Außerdem kenne ich mich am Flughafen Kiew mittlerweile gut aus und die Preise sind durchaus erträglich 🙂

So kam ich letztendlich um 04.00 Uhr Ortszeit in Almaty an und freute mich auf mein Hotelbett. Nach gut 4h Schlaf erwachte ich um 10.00 Uhr Ortszeit, also 06.00 Uhr deutscher Zeit.

Da man nur zu bestimmten Zeiten Schwimmen gehen konnte packte ich im Halbschlaf meine 7-Sachen und machte mich auf zum Pool. Der erste Tag war aufgrund der Zeitverschiebung und des Schlafmangels durchaus hart, doch ich hatte noch das Radfahren vor mir, sodass der Tag dann doch schneller umging als erwartet und ich müde ins Bett fiel.

Danach hatte ich glücklicherweise keine Probleme mehr und der zweite Tag startete ebenfalls mit einer Schwimmeinheit. Was ziemlich cool war, dass es super viele Volunteers gab. So machte ich mich mit Inzhu auf und erkundete die Stadt ein wenig. Lässt man den ganzen Verkehr und den Smog mal weg, so ist Almaty doch eine ganz schöne Stadt und mit dem angrenzenden Gebirge hat man auch ein tolles Panorama. 

 

Nach der Stadtrundfahrt hatte ich dann noch eine Bikesession auf dem Programm. Almaty liegt direkt an der Grenze zu Kirgistan, nur das Transili-Alatau Gebirge liegt im Süden der Stadt dazwischen. Da man mit dem Rad aber nur auf den 3km langen bzw. kurzen Radwegen fahren kann oder aber in das Gebirge, fuhr ich zunächst 10km bergauf durch die Stadt (unser Hotel lag leider im Norden der Stadt) und dann nochmal 10km den Berg hinauf in das Skigebiet der Winter Universade 2017. War man erst einmal aus der Stadt heraus, war es Landschaftlich super schön und die Luft auch angenehm. Der ganze Verkehr jeden Tag würde mich echt wahnsinnig machen, zumal es nicht ganz ungefährlich war. Doch auch diese Tour meisterte ich:)

Den Freitag begann ich mit einem Lauf zur Racetime. Am Nachmittag gab es noch die Swim- und Bikefam. Geschwommen sind wir in einem See mitten in der Stadt. Da das Wasser aus dem Gebirge kommt war es doch recht frisch. Zunächst hieß es, das Wasser habe 20 Grad, doch die am Wettkampftag gemessenen 18 Grad entsprachen schon eher der Realität 🙂 

Die Radstrecke war mit zwei Wendepunkten versehen und es ging auf der einen Seite leicht den Berg hinauf. Ansonsten war die Straße relativ breit und somit doch windanfälliger als zunächst gedacht. Auf der Laufstrecke war dann noch ein 12% Stich zu erklimmen.

Der Samstag begann dann relativ früh. Genauer um 05.00 Uhr Ortszeit, da wir um 08.00 Uhr Start hatten. Nach einem kleinen Frühstück und ordentlich Kaffee fuhr ich zeitig Richtung Wettkampfstrecke. Es lief alles ziemlich entspannt ab, sodass wir pünktlich starteten.

Da das Wasser ja nicht so warm war, war Neo angesagt 🙂 Das Schwimmen lief auf jeden Fall nach Plan, denn ich konnte als Erste aus dem See klettern und auch auf mein Rad springen. Auf die Gruppe hatte ich gut 10sec Vorsprung. So fuhr ich die 20km einfach von Vorne und konnte den Vorsprung ab der dritten Runde noch ein wenig Vergrößern.

Das Laufen war kurz gesagt scheiße. So musste ich ein paar mehr Girls ziehen lassen als geplant. Am Ende wurde es der 7. Platz, was okay ist, aber besser geht natürlich immer. Auch wenn ich wenig gelaufen bin und mein Bänderriss mir seit März Probleme macht, muss ich schneller laufen!

Nach dem Rennen hatte ich noch ein wenig Zeit, sodass ich zuerst mit dem Taxi und dann mit dem Rad erneut in die Berge fuhr. Auf 2500m Höhe liegt der Big Almaty Lake, denn ich mir nicht entgehen lassen wollte. Die Fahrt hat sich definitiv gelohnt.

Noch zu meinem Schlafmangel: 05.00 Uhr am Samstag aufstehen und 01.30 Uhr am Sonntag Morgen ging der Shuttel zum Flughafen. Leider konnte ich Samstagabend aufgrund einer Geburtstagsparty im Hotel nicht schlafen und im Flugzeug ging es irgendwie auch nicht. So landete ich um 13.00 Uhr in Deutschland, fuhr nach Hause und war schließlich um 21.00 Uhr im Bett. Aufgrund der Zeitverschiebung macht das 45h Stunden 🙁

Zusammengefasst bin in ich nicht 100% zufrieden mit dem Rennen. Schwimmen und Radfahren waren richtig gut, Laufen dagegen eben nicht. Jetzt heißt es vernünftig trainieren, bevor es weiter geht. Wo genau entscheiden mein Coach und ich wenn es soweit ist:)

Bis dahin

Lina

Kategorien
Allgemein

Deutsche Polizei Meisterschaften

Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei 🙂 So war es dann auch bei Lina vs. Olympische Distanz. Am Wochenende stand nämlich die Deutsche Polizei Meisterschaft im Triathlon an, wo ich mir den 2. Platz, also den Deutschen Vizemeistertitel, sichern konnte !

Diese wird über die Olympische Distanz ausgetragen, wobei es beim Radfahren keine Windschattenfreigabe gibt. Also besorgte ich mir kurzerhand noch einen langen Auflieger für mein Rad und schon konnte es am Donnerstag nach Werdau gehen.

Da wir am Donnerstag erst kurz vor Mitternacht ankamen ging es nur noch ab ins Bett, bevor am Freitag eine kurze Streckenbesichtigung stattfand. Geschwommen wurde in der 25 Grad warmen Koberbachtalsperre. Also eine richtig schöne Badewanne 🙂 Die Radrunde war 20km lang, sodass wir diese 2x fahren mussten. Außerdem war diese nicht ganz flach, sondern es ging ständig hoch und runter. Gut für mich, da ich vorher noch nie 40km alleine im Wettkampf gefahren bin und man nicht ständig auf dem Auflieger liegen konnte bzw. musste.

Abends ging es dann noch auf den Marktplatz von Werdau, wo eine kleine Eröffnungsfeier stattfand.

Samstag war Raceday. Die 1500m Schwimmen liefen echt super und ich konnte zusammen mit der Führenden Stephanie aus dem Wasser klettern. Da wir 5min hinter den Herren gestartet sind, konnten wir Zwei noch den ein oder anderen Mann überholen und einen Vorsprung von 1:30min auf die nächsten Damen herausschwimmen.

Auf dem Rad hieß es, dass Stephanie als amtierende Polizeieuropameisterin sehr stark ist, sodass ich mich erst einmal hinter ihr einsortierte. Irgendwann am Berg aber überholte ich sie und da ich kein Wattmesssystem am Rad hatte bin ich einfach nach Gefühl weiter gefahren. Am Ende der 40km hatte ich somit einen Vorsprung von ziemlich genau 2min.

Diesen Vorsprung galt es also auf den 10km Laufen zu verteidigen. Zwei Laufrunden a 5km galt es zu absolvieren, wobei mich diese eher an einen Crosslauf erinnerten. Auf Feldwegen mussten wir zudem zwei knackige Anstiege hoch und quer über einen Acker laufen. Bei 40 Grad Außentemperatur und nur guten 400m im Schatten war dies nicht ohne.

Runter vom Rad fühlten sich meine Beine noch ziemlich gut an und ich lief erst einmal verhalten los, um nicht zu überpacen Die erste Runde konnte ich noch gut Laufen, dann aber machte die Hitze meinem Körper ziemlich zu schaffen. Ab km 6 merkte ich, wie es mir immer schwerer fiel mich zu konzentrieren und meine Beine knickten immer wieder weg. Der Weg bis ins Ziel hat sich auf jeden Fall ewig angefühlt und irgendwo bei Kilometer 8 muss mich wohl auch Stephanie überholt haben.

Jedenfalls schleppte ich mich noch so über die Ziellinie, wo ich schon von den Sanitätern herzlich empfangen wurde. Leider verpasste ich dann auch noch die Siegerehrung, weil mein Körper so leer war, dass eine Infusion nötig war ;(

Aber, ich bin ins Ziel gekommen und habe mir den Deutschen Vizemeistertitel sichern können. Gerne wäre ich als Deutsche Meisterin über die Ziellinie gelaufen, aber mehr hat der Körper bei der Hitze nicht her gegeben.

Da mir das ganze schon einmal in der Türkei passiert ist, wo bei Kilometer 8 Schluss war, muss ich jetzt nach der Ursache suchen.

Dennoch freue ich mich sehr, dass ich für die Saarländische Polizei eine Medaille holen konnte und in zwei Jahren habe ich dann eine erneute Chance 🙂

Passt auf bei der Hitze! Lina

 

(Fotos: privat & Polizei Sachsen) 

Kategorien
Allgemein

Sieg in Larache

Um den Tyler aus meiner Trainingsgruppe zu zitieren: „Ein Sieg ist nie selbstverständlich.“ Deshalb bin ich super glücklich, dass ich es geschafft habe und am letzten Wochenende ganz oben auf dem Treppchen stehen durfte. Lang ist es her und somit umso schöner.

Auch wenn mir das Laufen, aufgrund meines Bänderrisses, immer noch Probleme macht, wagte ich mich nach Marokko. Beim Continental Cup in Larache wollte ich möglichst viele Punkte machen, um in der Weltrangliste weiter nach oben zu rücken. Mit dem Sieg hat dies natürlich super funktioniert und ein bisschen Preisgeld gab es dann auch noch 🙂

Nach den Erfahrungen aus Tunesien bin ich von Marokko positiv überrascht. Larache ist eine sehr angenehme Stadt und da es kaum Hotels gibt, konnte man in dem ein oder anderen Cafe gemütlich einen Kaffee trinken und musste sich nicht im Hotelzimmer langweilen und auf das Rennen warten. Mit meiner kurzen Hose war ich dennoch eine Attraktion 🙂

Nun zum Rennen: wie schon erwartet war die Organisation ein wenig chaotisch. Das Briefing begann nicht um 18:00 Uhr, sondern 20min später, aber da hatten wir auch nichts anderes vermutet. So passten wir uns einfach dem Lebensrhythmus an und schon war alles kein Problem 😉

Am Samstag Mittag war der Start. Larache liegt zwar direkt am Atlantik, geschwommen sind wir aber in der Hafenbucht bzw. im Fluss, welcher direkt ins Meer floss. So war es an manchen Stellen gut 21 Grad warm, an anderen aber auch nur 16 Grad, da durch die Flut immer wieder Meerwasser in die Bucht gedrückt wurde. Letztendlich wurden 20,4 Grad gemessen, sodass wir die 750m ohne Neo zu schwimmen hatten. Der Start war auf der gegenüberliegenden Seite, sodass wir zunächst ans andere Ufer schwammen bevor es los ging. Im Gegensatz zu den später startenden Jungs, sind wir noch vom Strand aus gestartet. War ein bisschen grenzwärtig, da man aufgrund von Steinen eigentlich gar nicht ins Wasser laufen konnte. Aber irgendwie schafften wir es alle unfallfrei ins Wasser 🙂

An Position zwei liegend steig ich aus dem Wasser und rannte die 300m in die erste Wechselzone. Dort konnte ich mit einem guten Wechsel zusammen mit der Amerikanerin eine Lücke reißen, sodass wir uns zu zweit auf die 20km Radstrecke begaben.

Diese hatte es in sich. Sechs Runden mit einem „kleinen“ Berg waren zu absolvieren und die Hitze machte es nicht angenehmer. Durch die Stadt wurde es dann technisch bevor es an der Küste entlang wieder zur ersten Wechselzone ging. Nach der dritten Runde konnte ich mich von der Amerikanerin lösen, sodass ich von da an alleine mein „Heil in der Flucht“ suchte. Am Ende konnte ich einen Vorsprung von rund einer Minute herausfahren.

Die 5km Laufstrecke war in vier Runden unterteilt. Hier verlor ich zwar ein bisschen was von meinem Vorsprung, konnte jedoch eine solide Laufleistung zeigen und den Sieg nach Hause laufen 🙂 Die Marokkaner haben einen auf jeden Fall ordentlich angefeuert und es waren super viele Menschen an der Strecke.

Mit dem Sieg durfte ich auf dem Podest der deutschen Nationalhymne lauschen und das ein oder andere Interview war ebenfalls dabei.

Am Abend gab es dann noch ein Dinner vom Veranstalter, welches wir natürlich nicht verpasst haben 🙂

Kategorien
Allgemein

Next week, next race :)

Nachdem der Fuß das Rennen in Yasmine doch ganz gut überstanden hat, habe ich mich wieder einmal spontan auf den Weg gemacht. Ziel dieses Mal war Portugal, genauer gesagt Sines. Das liegt zwischen Lissabon und der Algarve ebenfalls am Atlantik (gut, Portugal hat auch nur Atlantikküste ?).

Am Samstag stand dann also der erste richtige Europacup der Saison an. Ziel war es auch dieses Mal so viele Punkte wie möglich zu sammeln und in die Top 15 zu laufen. Hat auf jeden Fall beides funktioniert ??

 

Doch erstmal mussten wir überhaupt in Sines ankommen. Unser Flug nach Faro hatte nämlich ein paar Stunden Verspätung! Am Ende landeten wir erst am Freitag Morgen/Nacht um 1:00 Uhr. Nachdem wir dann das Mietauto auch endlich abholen konnten und unser ganzes Gepäck im Auto hatten ging’s noch 2h nach Sines. Kurz: um 5:00 Uhr lagen wir dann endlich im Bett (also 6:00 Uhr deutscher Zeit, wegen der Zeitverschiebung).

Immerhin haben wir bis 10:00 Uhr geschlafen ? So kann der Tag vor dem Rennen aber auch schnell vorbei sein. Kurz das Rad aufgebaut, Swim- und Bikefam absolviert, dann noch schnell zum Briefing bevor es schon wieder ins Bett ging. Top vorbereitet also. 

Am Samstag klingelte der Wecker dann um 6:45 Uhr. Jetzt wurde es Ernst.

Kaffee-Frühstück-Check-In-Einlaufen-Wechselzone einrichten-Einschwimmen, um das ganze Prozedere bis 9:45 Uhr abzukürzen. Um 10:00 Uhr ging es dann mit dem Rennen los. Ich kam ziemlich gut weg und hatte während des Schwimmens kein Geprügel, sodass ich als 4e aus dem Wasser stieg und sicher in der ersten Randgruppe saß.

Beim Radfahren passierte nicht mehr so viel. Sodass wir geschlossen auf die Laufstrecke gingen. Mit einem super guten zweiten Wechsel rannte ich als erste los und reihte mich an Position 8 ein. Nach 3,5km aber machten sich die fehlenden Laufkilometer bemerkbar und ich rutschte noch auf den 11 Platz ab.

 

Nichts desto trotz ein gutes Rennen und ein deutlicher Unterschied zu Tunesien was das Laufen angeht. Jetzt heißt es weiter daran arbeiten, dann ist auch ein Top 10 Platz mehr als möglich:)

Da unser Flieger erst am Montag Abend wieder zurück nach Deutschland abhob, hatten wir den Sonntag endlich Zeit ein wenig die Stadt + Umgebung mit dem Rad zu erkunden. Eine wirklich super schöne Küste, sodass wir es uns nicht haben nehmen lassen einen kurzen Stop einzulegen und erneut ins Meer zu hüpfen!  

 

(Fotos: Clarisse Henriques; Unspotdesign Branding Desportivo & meine ;))

Kategorien
Allgemein

auf nach Tunesien

Platz 4 in Tunesien!

Am letzten Donnerstag war ich zum Kontrollultraschall. Und siehe da: das Band sah gut aus, sodass ich mich kurzerhand für einen Start in Tunesien entschieden habe.

Ein etwas gewagtes Abenteuer, da ich bis zu diesem Tag keine 25min am Stück gelaufen bin und auch nicht ohne Schiene geschwommen und Rad gefahren 🙂

Aber no risk no fun, außerdem gab es keine Zeit zum Nachdenken, denn schon am frühen Montag Morgen stieg ich in den Flieger nach Tunis.

Dort angekommen dauerte es gefühlt 3 Stunden bis wir es durch die Passkontrolle geschafft hatten und in unserem Shuttel-Bus nach Yasmine-Hamamet saßen. Trotz der Rushhour in der Hauptstadt schaffte es unser Fahrer relativ schnell in den „Touristenort“. Der Verkehr in Tunesien ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Aus eigentlich 2 Spuren machten die Autofahrer einfach 4, und die Schotterpiste neben der Autobahn machte sich im Stau gut als Ausweichstraße 🙂 Einfach komplett verrückt!

Ebenfalls musste man sein vollstes Vertrauen in den Fahrer legen, denn er holte alles aus dem Bus raus und die 110km/h, fühlten sich definitiv schneller an.

Ob ich in Tunesien bzw. Yasmine Hamamet Urlaub machen könnte lässt sich relativ schnell mit einem NEIN beantworten. Nur “all-inklusive” Hotels und sonst nichts was man hätte machen können. Den ganzen Tag Essen und am Strand liegen, ist definitiv nichts für mich. Für die Tage während des Rennens war es aber völlig okay.

Nun zum Rennen:) Nach dem Startschuss bildete sich schnell eine Spitzengruppe, jedoch schwammen wir erstmal zur falschen Boje. Die Wellen im Meer waren am Wettkampftag ziemlich hoch und das Vertrauen in den vorausfahrenden Kanufahrer einfach zu groß. Irgendwann sah ich dann aber, dass es die falsche Boje war und ich änderte meinen Kurs. Aus 750m Schwimmen wurden somit etwas mehr 🙁 Jedoch konnte ich die ein oder andere Konkurrentin überholen und den so entstandenen Rückstand verringern.

Dennoch stieg ich mit etwas Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser. Auf dem Rad konnte ich die Gruppe aber einholen. Nur ganz vorne fuhr Caro alleine. Nun ging es zum Laufen. Hier konnte ich den 4. Platz nach Hause holen 🙂 Mein bestes internationales Ergebnis und wichtige Weltranglistenpunkte!

Außerdem gab es noch ein wenig Preisgeld, sodass die Reisekosten deutlich geringer ausfielen 🙂

Daneben hat der Fuß auch gehalten, was ziemlich wichtig ist! Ein bisschen „gelitten“ hat er natürlich, aber ich hatte keine Schmerzen während des Rennens und die Tage danach waren bis jetzt ganz gut.

Nach der doch etwas spannenden Rückreise bin ich nun zurück im kalten Deutschland und freue mich auf die nächsten Rennen.

 

Kategorien
Allgemein

Trainingslager Mallorca

Da man im Flugzeug ja doch nicht so viel machen kann, dachte ich mir, warum schreibe ich nicht mal wieder einen Blog. Zwar passiert im Trainingslager eigentlich immer das Gleiche, doch ist es immer wieder spannend und man entdeckt in vermeintlich bekannten Orten doch noch etwas Neues.

Mein Flieger geht leider nicht wie geplant über Madrid nach Melilla, sondern zurück nach Frankfurt. Der Europacup in den spanischen Enklave muss leider ohne mich stattfinden. Ein Riss des vorderen Außenbandes macht es mir nicht möglich zu laufen. Stattdessen stehen Aquajoggingeinheiten auf dem Plan. Radfahren und Schwimmen kann ich aber, sodass mir nicht langweilig wurde. Nach über 70km Arme-Schwimmen freue ich mich aber auch wieder darauf meine Beine zu benutzen:)

Die geplanten Afrikacups in ein paar Wochen werden wahrscheinlich auch noch ein wenig zu früh kommen, aber drei der sechs Wochen Laufpause habe ich geschafft, und dann geht es hoffentlich nur noch bergan!

Das Trainingslager war dennoch eine gute Zeit und trotz des vielen Radfahrens hat der Fuß gehalten und ich habe mit 165km einen neuen Radrekord aufgestellt.

Jetzt heißt es dem Körper etwas Ruhe gönnen, um dann ordentlich weiter zu trainieren. Zudem warten ein paar Pakete vor meiner Haustür, doch dazu bald mehr:)

Lina

Kategorien
Allgemein

Europacup Lievin

Hart- härter- Indoor Triathlon

So lässt sich der letzte Samstag ganz gut zusammenfassen. Mit dem Großteil meiner Trainingsgruppe machten wir uns auf ins französische Lievin. Dort fand zum ersten Mal ein Indoor European Cup statt. Dies ist ein ganz neues Format, da in einem 25m-Pool geschwommen wurde und auf einer 200m indoor Laufbahn Rad gefahren und gelaufen wurde.

Insgesamt gab es mehrere Vorlaufe in denen sich für das Halbfinale bzw. später auch für das A oder B Finale qualifiziert werden konnte.

Auch die Streckenlängen waren etwas Besonderes. Es galt 150m zu schwimmen, 3km (15 Runden ) Rad zu fahren und ca. 1,2km (5,5 Runden) zu laufen. Also ziemlich kurz und somit ziemlich hart 🙂

Nach dem nicht so optimalen Saisoneinstieg galt es einfach Wettkampfhärte und so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Leider war ich noch krank die Woche vor dem Wettkampf, aber manchmal wirkt so etwas ja auch Wunder 🙂

Der erste Start war erst um 18.45 Uhr, sodass man den ganzen Tag noch irgendwie die Zeit rumschlagen musste. Noelle und ich machten also noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt und schauten uns ein paar Geschäfte an. Auch stand eine kleine lockere Trainingseinheit auf dem Plan.

Gegen 17.00 Uhr machten wir Mädels uns auf den Weg  in die Halle, um sich warm zu machen und den Wettkampf vorzubereiten.

Mein Schwimmen im Vorlauf war ziemlich gut, sodass ich als Erste auf dem Rad saß. Leider war der Motor noch nicht so richtig auf Hochtouren und ein paar taktische Fehler baute ich auch noch ein, sodass ich keine Chance hatte in die Top 2 zu kommen. Dies bedeutete nämlich die direkte Qualifikation für das A Finale. So ließ ich die letzten beiden Runden etwas auslaufen, um Kräfte für das Halbfinale zu schonen.

Das Halbfinale wurde um 20.45 Uhr gestartet. Hier konnte ich meine Leistung aus dem Vorlauf steigern, für das A Finale hat es aber knapp nicht gereicht. Jedoch stand ich im B Finale 🙂 Somit ein drittes Rennen an diesem Tag. Dieses fand auch nur 1h nach dem Halbfinale an, sodass gerade einmal Zeit blieb das Rad wieder einzuchecken und sich wieder warmzumachen.

Im B Finale hat dann endlich alles gepasst und ich habe mein bestes Rennen des Tages machen können. Auf dem Rad habe ich versucht eine Attacke zu fahren und wegzukommen, jedoch wurde ich 3 Runden vor Schluss wieder eingeholt. Schade, aber man muss es einfach mal versuchen. Auch das Laufen hat sich nach Laufen angefühlt, sodass ich am Ende insgesamt 15 wurde.  Wichtige Punkte und Wettkampfhärte gab es genug 🙂

Nach dem ersten Rennen des Tages bin ich mit dem Verlauf der Rennen wirklich positiv gestimmt. Am Anfang sah es nämlich wirklich nicht gut aus, doch ich habe nicht aufgegeben und mich von Rennen zu Rennen steigern können und auch Selbstvertrauen tanken können.

Nun stehen erstmal ein paar Wochen Training an und dann mal sehen, was so ansteht 🙂

 

(Danke an Reiner Trautmann für die Bilder) 

 

Kategorien
Allgemein

Weltcup Kapstadt

The running will take some time! 

Der Weltcup in Kapstadt war aber definitiv eine Erfahrung. Nach dem ersten Wettkampf der Saison weiß man nun auch wo man steht und woran es zu arbeiten gilt.

Das Startfeld war auf jeden Fall top besetzt, da die Olympiaqualifikation eine wichtige Rolle spielt und alle namenhaften Athleten um diese Olympiapunkte kämpfen. Somit ging ich mit einer relativ hohen Startnummer, der Nummer 47, ins Rennen. 

Geschwommen wurden die 750m im 15 Grad kalten Hafenbecken direkt am Touristenmagnet, der V&A Waterfront. Nachdem es zuerst einen Fehlstart gab, und die Hälfte des Frauenfeldes wieder zurückgeholt werden musste, klappte es dann beim zweiten Mal. Jedoch hörten wir auf der linken Seite eigentlich nur den Startschuss und nicht das Signal (meist “On your marks”) vorher, sodass wir doch einen kleinen Nachteil hatten. Jedenfalls kam ich echt gut weg und hatte erst auf der zweien Hälfte mit der ein oder anderen „Prügelei“ zu tun. Ich kam dann im Mittelfeld aus dem Wasser. Vom Gefühl her dachte ich, dass ich doch ein wenig weiter vorne aus dem Wasser gekommen wäre, doch mit einem guten Wechsel saß ich fast direkt in der Verfolgergruppe.

Auf dem Rad galt es 5 Runden zu absolvieren, wobei diese durch einen Wendepunkt, Kopfsteinpflaster und böigem Wind deutlich erschwert wurden. Das ich die zweitbesten Radzeit des Tages hatte, freut mich natürlich, aber nüchtern betrachtet muss man eben noch laufen. Wir stiegen dann mit nur noch 10 Sekunden Rückstand auf die 5-köpfige Spitzengruppe vom Rad.

Die 2,5km lange Laufrunde war zwei Mal zu absolvieren. Der böige Wind und die Mittagshitze von 31 Grad machten es da nicht leichter. Warum ich gar nicht nach dem Radfahren laufen konnte weiß ich nicht so genau. Im Trainingslager sowie im Training habe ich einen deutlichen Sprung im Laufen sehen können. Sodass es sch…. ist, diese Performance nicht abrufen zu können.

Am Ende bedeutete dies ein 35 Platz in einem Weltklasse-Feld. Das Ziel, die Top 30 wäre unter normalen Umständen mehr als möglich gewesen, sodass es um so ärgerlicher ist.

Der erste Wettkampf ist jedoch immer etwas besonderes und jetzt weiß ich voran es zu arbeiten gilt. 

Diesen Samstag habe ich beim Afrikacup in Troutbeck/ Zimbabwe ja schon mein nächstes Rennen und somit eine neue Chance:)

Bis dahin verbringen Justus und ich die Tage in Kapstadt, da es sich hier doch besser trainieren lässt als in Troutbeck. Er ist übrigens 5er geworden und hat damit gute und wichtige Punkte für die Olympiaqualifikation sammeln können:* 

 

Fotos: Wagner Araujo; Vivianes Logbooklet; AquawizPhotography und ich 🙂

 

 

Kategorien
Allgemein

Kapstadt is calling

So schnell man auch gucken kann, so ist der erste Monat des neuen Jahres auch schon vorbei. Also herzlich Willkommen im Februar. Das erste Trainingslager ist ebenfalls geschafft und der erste Wettkampf der Saison wirft seine Schatten voraus.

Um den doch winterlichen Temperaturen in Deutschland ein wenig zu entfliehen, ging es für mich 3 Wochen nach Fuerteventura. Schwimmen, Rad fahren, Laufen und ein wenig Mobilisation standen täglich auf dem Menüplan, sodass uns nie langweilig wurde. So vergingen die Wochen wie im Flug.

Ein bisschen ausführlicher hat Justus über unseren Aufenthalt berichtet. Also schaut gerne mal hier vorbei 🙂

Nach gut 1,5 Wochen in Deutschland hob gestern unser Flieger nach Kapstadt ab. Mit dem 5. Platz beim Europacup in der Ukraine hatte ich mir im letzten Jahr die Weltcupquali „holen“ können (klingt ziemlich Saarländisch) 🙂 Da diese immer bis zum Test in März Bestand hat, ist es nun an der Zeit diese zu nutzen. So werde ich am Sonntag in Kapstadt/ Südafrika an der Startlinie stehen und bei meinem ersten Weltcup auch meinen Saison 2019 beginnen. 14.30 Uhr geht´s für mich los, 16.30 Uhr für Justus!

Die Woche drauf geht es direkt weiter nach Zimbabwe. Dort findet ein Continetalcup statt, wo wir ebenfalls starten werden. Also gleich ein „Doppelschlag“ zum Einstieg.

Grüße aus Kapstadt

 

(Pics: @Mikal Iden)