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Sieg in der Bundesliga

Ein bisschen in Verzug bin ich mit meinem Blog ja schon, aber die anstehenden Examensklausuren haben mich etwas mehr beschäftigt. Nun hatte ich aber tatsächlich gar keine Lust mehr auf Lernen, sodass ich die Auszeit für diesen Blog genutzt habe.  

 

Sieg in der Bundesliga (Saarbrücken)

Das wohl einzige Rennen der Saison 2020 wird, für mich,  das Bundesliga Rennen in Saarbrücken bleiben. In einem Corona konformen Rennen konnten wir uns also doch noch batteln. Da die 16. Damenmannschaften mit jeweils 4.Teilnehmerinnen an den Start gehen, wurden wir dieses Mal in 4. Startgruppen eingeteilt (immer 1 Frau pro Team). 

Ich war also in der 2. Startgruppe am Start.

Es wurden zunächst 650m geschwommen, dann 6. Runden (15km) Rad gefahren und zum Abschluss 2. Runden (4,4km) gelaufen. 

Beim Schwimmen noch auf Platz zwei liegend, konnte ich mich auf dem Rad von meinen Konkurrentinnen absetzen. Diesen Vorsprung baute ich Runde für Runde aus, sodass ich auf den abschließenden Lauf einen Vorsprung von knapp 60sec mitnahm. Diese 60sec konnte ich ungefährdet verteidigen, sodass ich den Sieg in der Startgruppe mit nach Hause nehmen konnte 🙂 

Für die abschließende Teamwertung wurden jeweils Platzziffern verteilt, wobei das schlechteste Ergebnis das Streichergebnis wurde. Mit den Plätzen 1,1,2 und 1 sicherten wir uns, mit der niedrigsten Platzziffer von 3 Zählern, den Tagessieg. Und auch bei den Männern gelang dem EJOT Team Buschhütten der Tagessieg 🙂 Quasi ein Doppelerfolg. 

 

 

Was passierte danach? 

Nach dem Race hatte ich eigentlich zwei Wochen Zeit, mich auf mein letztes „Rennen“ der Saison vorzubereiten. Ich wollte nämlich noch möglichst schelle 5km auf der Bahn laufen. Für die Kaderqualifikation fehlt mir nämlich noch, neben der 800m Schwimmnorm, eben diese 5km Zeit.

Daraus wird jetzt aber leider nix mehr. Den Tag nach dem Rennen lief ich meinen sonntäglichen Dauerlauf. Doch schon während des Laufens machte sich meine Wade bzw. mein Schienbein bemerkbar. So hatte ich dort am Montag eine fette Beule, sodass ich sofort zur Physio rannte. Verdacht auf eine Knochenhautentzündung war die erste Diagnose. An Gehen, Radfahren und auch ordentliche Rollwenden beim Schwimmen war nicht mehr zu denken. Es tat schon richtig weh ;( 

Bis ich einen Arttermin hatte dauerte es leider, doch letzte Woche war es dann soweit. Und der Verdacht hat sich bestätigt: Knochenhautentzündung. Was so viel bedeutet: ruhiges, lockeres und schmerzfreies Training, und kein schneller 5km Lauf auf der Bahn, stehen nun im Vordergrund.

Aufgrund der Situation habe ich nun mit meinem Trainer beschlossen, meine Saisonpause einzuleiten. So schreibe ich erst einmal mein Examen und trainiere nach Lust und Laune. Eben alternativ, um die Verletzung auszukurieren. 

 

Was bleibt zu sagen? 

Auf eine neue Saison 2021 und danke für die Unterstützung von allen Seite 🙂 

You know who you are! 

Bleibt gesünder als ich und genießt die letzten Strahlen der Sonne, 

Lina 

 

(Pics by Jo Kleindl und Conny Ziegler #DANKE)

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Blog – Update 2020 part 2

Ende Mai habe ich meinen letzten Blog verfasst. Doch nun ist wieder etwas Zeit verflogen und ich kann euch ein kleines Update geben! 

So richtig in Fahrt gekommen ist die Triathlon-Saison noch nicht und das wird sie 2020 wohl auch nicht mehr. Letztendlich ist es einfach schwierig in der Corona-Situation etwas zu planen, zumal die Gesundheit aller an erster Stelle stehen sollte. Meiner Meinung nach zumindest 🙂 So trainiere ich weiter fleißig und freue mich auf ein paar Rennen 2020, aber noch viel mehr auf faire Rennen in der fernen Zukunft! Wenn es nämlich Rennen gibt, sollten auch alle starten können. 

Doch das nur vorweg. Was ist wirklich seit Ende Mai passiert? 

 

Road to Schweich 

Eines Sonntags hatte ich Lust auf etwas Neues. Also bin ich mit dem Rad einfach drauf los gefahren. Anstatt wieder Zuhause endete meine Route in Schweich. Aus Saarbrücken ging es über den Hermeskeil an die Mosel. Den Rest erledigte der Zug, sodass ich am Ende des Tages wieder in Saarbrücken ankam. 

Gut das ich etwas Geld und meinen Mundschutz dabei hatte 🙂 

 

Wochenende in den Vogesen

Schon zwei Mal war ich in Géradmer, einer kleinen Stadt in den Vogesen. Und weil Justus noch nie dort war, war es nun an der Zeit ihm dieses schöne Fleckchen Erde näher zu bringen. Von Freitag bis Montag packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf in Richtung Frankreich. 

Geschwommen sind wir, bei herrlichstem Wetter, im See. Gelaufen wurde um den See und Rad gefahren in den Bergen 🙂 

Ich konnte Justus sogar davon überzeugen mehr Rad zu fahren, als er sollte (Sorry Dan). Aber die Route des Cretes und den Grand Ballon muss man einfach gefahren sein! 

Ansonsten haben wie die Sommerrodelbahnen der Region unsicher gemacht, und wer dachte man kann aus einigen Bahnen nicht raus fallen, der hat sich getäuscht. Ich bin doch sehr unsanft aus der Bahn geflogen ;( 

Bonus des Kurztrips: meine Eltern sind zusammen mit meinen Brüder auf dem Weg in den Sommerurlaub gewesen und haben in der Nähe einen Zwischenstopp gemacht, sodass wir gemeinsam einen Abend verbringen konnten. 

 

Deutschlandreise 

Stop 1 – Leipzig 

Die erste Station unserer Deutschlandreise war das IAT in Leipzig. Zwei Tage Leistungsdiagnostik sollten neue Daten über unseren Trainingsstand geben. So schwitzen wir in der „Kammer des Schreckens“ bevor wir uns weiter auf den Weg Richtung Osten machten. 

Stop 2 – Kienbaum 

Hinter Berlin liegt mitten im Grünen das bescheidene Örtchen Kienbaum samt gleichnamigem Bundesleistungszentrum. Der zweite Stop unserer Reise. Für eine Woche begleiteten wir den Nachwuchskader der Nationalmannschaft. 

Doch bevor wieder etwas ruhiger trainiert wurde, stand noch der Swim&Run der 1. Triathlon Bundesliga an. 800m Schwimmen und 5km Laufen galt es zu absolvieren, egal an welchem Ort der Welt. Die besten drei Frauen des Teams kamen dann in die Wertung, sodass der Tagessieg ermittelt werden konnte. So siegten wir als EJOT Team Buschhütten an diesem Tag 🙂 

Danach folgte eine Woche ordentliches Training in Kienbaum, wobei wir kurz vor der Abreise noch ein 8km Einzelzeitfahren veranstalteten. Etwas offensiv angefahren, konnte ich dennoch den Tagessieg bei dem Frauen mitnehmen 😉 So viel Laktat habe ich auf jeden Fall lange nicht mehr gespürt! 

Alles in allem war es eine lustige Woche und auch der Spaß kam nicht zu kurz, wobei ich jedoch sagen muss, dass ich nicht zum Kunstturnen wechseln werde 🙂

Stop 3 – Frankfurt 

Die Zeit verging mal wieder viel zu schnell und schon waren wir in Frankfurt. Abends um 19.30 Uhr angekommen, wurden schnell die Rennräder in die Radtasche gepackt, bevor wir pünktlich um 20.00 beim Abendessen saßen. 

Eine Schulfreundin ist zur Zeit in Frankfurt, sodass ich es mir nicht nehmen lassen wollte, sie wenigstens kurz zu sehen. 

Morgens um 6.00 Uhr waren wir dann schon wieder auf den Beinen auf dem Weg in Richtung Flughafen. 

 

Ab in den Westen – Portugal 

Von Frankfurt ging es über Lissabon in die portugiesische Provinz nach Avis. Doch der Ort hat wenig mit der Autovermietung zu tun, denn Autos sind dort definitiv Mangelware. Auf meiner 70km Solotour zB habe ich nicht ein einziges Auto gesehen. Ich muss sagen, seeeeehr entschläunigend 🙂 

So sah das Training aber glücklicherweise dann doch nicht aus! 

Da es Tagsüber bis zu 40C hatte, versuchten wir das Training möglichst in den Morgen- oder Abendstunden zu absolvieren. 

Der Tagesablauf war somit immer relativ identisch: Laufen – Frühstück – Schwimmen – Mittag – Lernen – Radfahren. 

Natürlich war es nicht immer so, aber im großen und ganzen passt das ganz gut.

An dem ein oder anderen Tag ging es anstatt in den Pool auch ins Freiwasser. Der See direkt am Hotel ist wirklich riesig gewesen. Aus dem Grund machten wir an einem der „Ruhetage“ noch einen Bootsausflug, um das Ausmaß zu erahnen. Da durfte selbst ich das Steuer übernehmen 🙂 

Ansonsten haben wir viel trainiert und die Vorzüge des klimatisierten Hotels genossen bzw. uns eine Abkühlung im Hotelpool genehmigt! 

Ah und nicht zu vergessen, das Schnecken-Essen. Außergewöhnlich, aber ich fand sie sehr lecker.

Nun freue ich mich aber wieder zuhause zu sein und wenn es News gibt, werde ich berichten. 

Lina 

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Die Lieblingseinheiten unseres Nationalteams: Lina Völker

An Schwimmen ist in Moment für viele von uns nicht zu denken. Also stehen Laufen und Radfahren sowie Athletik ehr im Vordergrund. Die DTU möchte daher unsere Lieblingsprogramme mit der “Masse” teilen. Heute war also ich dran.

Viel Spaß beim Nachmachen 🙂

Lina

https://www.dtu-info.de/news/2020/mai/die-lieblingstrainingseinheiten-unseres-nationalteams-lina-voelker.html

Die Lieblingseinheiten unseres Nationalteams: Lina Völker

Leistungssportler*innen haben in der Regel die besten Trainer, die Möglichkeiten für viele Einheiten und auch eine Menge Zeit, sich mit ihrem Training auseinanderzusetzen. Sie kennen daher die besten Übungen fürs Training, die besten Tricks fürs Rennen und die besten Kniffe für das im Triathlon nicht ganz unwichtige Material.

Die Triathlet*innen sind aber auch eine große Familie. Weltklasseathlet*innen und Breitensportler*innen können in einem Rennen starten. Die Stars sind nahbar. Und sie machen den Sport aus den gleichen Gründen wie ihr: weil sie ihn lieben. Deshalb geben die Athlet*innen der Nationalmannschaft der Deutschen Triathlon Union (DTU) auf unserer Webseite auch regelmäßig ihre besten Trainingstipps in Form ihrer Lieblings-Trainingseinheit weiter: Heute: Lina Völker.

„Laufen ist meine schwächste Disziplin“, sagt Lina. Daher gibt es natürlich auch Laufeinheiten, wie beispielsweise einen Tempodauerlauf oder Serien mit 1000-Meter-Läufen, die jetzt nicht unbedingt zu dem gehören, was Lina im Training am liebsten macht. „Aber 200er gehen immer“, sagt Lina: „Ich weiß, ich kann das laufen und es geht auch immer richtig gut. Und wenn etwas richtig gut geht, dann macht es echt Bock.“

Linas Lieblingstraining sind 200-Meter-Läufe, unterbrochen durch Trabpausen. Für dieses Programm gibt es verschiedene Varianten, je nach Leistungslevel beziehungsweise Stand der Saisonphase, in der ihr euch befindet: 2 x 5 x 200 Meter, 10 x 200 Meter, 3 x 5 x 200 Meter, 20 x 200 Meter. Auch Leistungssportler wie Lina beginnen in der Vorbereitung im Winter nicht gleich mit 20 x 200 Metern, sondern mit 2 x 5 x 200 Meter oder 10 x 200 Meter. „Mit Serienpause ist das Programm gnädiger“, sagt die 21-Jährige.

Wie das Programm funktioniert? Ihr lauft abwechselnd 200 Meter schnell und trabt 200 Meter locker. Wichtig bei dem Programm ist, dass ihr die 200-Meter-Läufe vom Tempo möglichst gleichmäßig gestaltet. Das gilt auch für die Pausen. „Hier sollte das Tempo kein Spazierengehen sein, sondern lockeres Laufen“, sagt Lina. Die Serienpause bei 2 x 5 x 200 Meter beziehungsweise 3 x 5 x 200 Meter sollte drei bis fünf Minuten betragen.

Es ist ein tolles Programm, um ein Gefühl für die Geschwindigkeit zu bekommen. „Ihr solltet die Läufe vom Tempo her kontrolliert laufen“, sagt Lina, sodass der Puls auch am Ende der Einheit nicht deutlich über 180 Schlägen pro Minute liegt: „Es sollte schon so sein, dass ihr am Ende noch vier weitere 200-Meter-Läufe absolvieren könnt, aber ihr solltet auch nicht denken, zehn Mal würde ich auch noch hinbekommen.“

Das Tolle an dem Programm ist: ihr seid nicht auf einen Sportplatz angewiesen, sondern könnt das Programm quasi überall durchführen. Zum Beispiel auf einem ebenen Waldweg oder an einem Fluss – wie Lina in Saarbrücken an der Saar. Lauft ihr nicht auf dem Sportplatz, legt ihr am besten zwei Punkte fest, die etwa 200 Meter (das sind etwa 40 Sekunden im Laufen) voneinander entfernt sind. Zwischen zwei Läufen trabt ihr etwa 1:30 Minuten locker. Man darf auch mal auf sein Bauchgefühl vertrauen 🙂

Vor dem Programm solltet ihr euch etwa zwei bis drei Kilometer einlaufen. Lina dehnt vor dem Warmlaufen noch fünf Minuten. An das Einlaufen schließen sich ein Lauf-ABC und Steigerungsläufe an. Nach den 200-Meter-Läufen folgt dann das Auslaufen, auch etwa zwei bis drei Kilometer.

 

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Lina Völker – der lange Weg zurück nach oben

Vor einigen Wochen hat die DTU ein Interview mit mir geführt. Ich finde es ist sehr schön geworden, sodass ich es euch nicht vorenthalten will. Ich habe es einfachmal hier hinein kopiert. Den Link dazu findet ihr aber sich sonst hier: https://www.dtu-info.de/news/2020/april/lina-voelker-der-lange-weg-zurueck-nach-oben.html

Also viel Spaß beim lesen 🙂

 

Lina Völker – der lange Weg zurück nach oben

21.04.2020 08:36 von Thorsten Eisenhofer

Wenn man sich mit Athleten darüber unterhält, wann der Zeitpunkt war, an dem sie gemerkt haben, dass sie ihren Sport wirklich so richtig leistungssportorientiert ausüben wollen, ist die Antwort oftmals die gleiche: Es gibt keinen genauen Zeitpunkt. Es gibt eher einen Zeitraum. Bei Lina Völker ist das anders. Die 21-Jährige hatte ein richtiges „Aha-Erlebnis“, wie sie das nennt. Dieses „Aha-Erlebnis“, es ereignete sich bei der Junioren-EM 2016 in Lissabon (Portugal).

Lina lieferte in Lissabon ein fast perfektes Rennen ab. Belegte überraschend Rang zwölf. „Da habe ich gemerkt: Du kannst das. Du möchtest so etwas noch einmal erleben. Und du willst den Weg in den Leistungssport gehen“, erzählt sie rückblickend. Der Wettkampf war vom Ablauf und dem Drumherum wie ein Eliterennen aufgezogen. Und Lina merkte: solche Rennen möchte sie gerne noch öfter in ihrer Karriere bestreiten.

Lina ist in der Jugend- und Juniorenzeit nie die Beste in ihrem Jahrgang in Deutschland gewesen – was auch daran liegt, dass der Jahrgang 1998 im weiblichen Bereich zu den stärksten der vergangenen Jahre gehört. Bei den Rennen des DTU-Nachwuchscups standen jedenfalls immer andere auf dem Podium. Lina wurde meistens Vierte, Fünfte oder Sechste. Natürlich wäre sie damals auch gerne Erste, Zweite oder Dritte geworden. Aber es war auch die Zeit, in der sie Triathlon vor allem aus einem Grund betrieb: aus Spaß am Triathlon.

In den Triathlon ist sie „so reingerutscht“, wie sie das nennt. Triathlon ist bei den Völkers Familiensport. Ihr Vater Gerrit absolvierte Triathlons, war später dann langjähriger Landestrainer in Nordrhein-Westfalen und auch Linas Coach. Ihr Bruder Paul ist ebenfalls Triathlet.

Im Alter von fünf Jahren startete Lina erstmals bei einem Wettkampf. Mehr als ein Jahrzehnt später, Ende 2016, folgte dann der Wechsel an den Bundesstützpunkt nach Saarbrücken, nachdem sie sich ein paar Monate zuvor überraschend für die Junioren-EM in Lissabon qualifiziert hatte und dort jenen überraschenden zwölften Platz erreicht hatte. Auch 2017 sicherte sie sich wieder einen Startplatz für die Junioren-EM. Doch in Kitzbühel (Österreich) sollte sie dann nicht am Start sein.

Plötzlich steht nicht der Sport, sondern die Gesundheit im Vordergrund

Anstatt unmittelbarer EM-Vorbereitung ging es Ende Mai 2017 plötzlich um etwas viel Wichtigeres im Leben: um ihre Gesundheit. Sie fühlte sich nicht gut, musste ins Krankenhaus. Die niederschmetternde Diagnose: Sinusvenenthrombose, also Blutgerinnseln, im Kopf. Samt Verdacht auf Schlaganfall. Sporttreiben war zu etwas Nebensächlichem geworden.

Lina war zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alt. Als 19-Jährige hat man normalerweise andere Themen, die das Leben bestimmen als eine Sinusvenenthrombose. Aber Erkrankungen und Verletzungen kann man sich nicht aussuchen. Man kann nur versuchen, das Beste daraus zu machen. Lina hat versucht, das Beste daraus zu machen: „Ich bin dadurch erwachsen geworden. Man geht anschließend anders an Sachen heran“, sagt sie. Sie hat zum Beispiel gelernt, mit Rückschlägen anders umzugehen. „Ich ärgere mich nicht mehr so, wenn etwas nicht geklappt hat.“

Es war ein schwieriger Weg zurück. Und ein langer Weg. Ein Weg, der nun, knapp drei Jahre später, erst langsam abgeschlossen ist. Erst jetzt hat sie langsam wieder das Gefühl, ihre volle Leistungsstärke erreicht zu haben. Lina durfte damals erst langsam wieder mit dem Sport beginnen. Erstmals joggen war erst ein halbes Jahr nach dem Krankenhausaufenthalt möglich („Ich habe mich nach drei Minuten Laufen gefühlt, als hätte ich das noch nie gemacht“). Natürlich hat sie auch darüber nachgedacht, ob es sich lohnt, sich zurückzukämpfen, ob sie die Kraft und Ausdauer dafür hat. „Aber ich hatte das Gefühl, wenn ich es nicht probiere, werde ich es irgendwann bereuen.“

Also probierte sie es. Es war ein sportlicher Neustart für Lina. „Ich kam mir ein bisschen vor wie ein kleines Kind, dass keine Ahnung von Triathlon hat und mit dem Sport anfängt.“ Ein Jahr nach der Diagnose absolvierte sie erstmals wieder einen Wettkampf. Zwei Jahre nach der Diagnose gewinnt sie ihr erstes Continental-Cup-Rennen – beim Afrika-Cup in Larache (Marokko). „Ich habe zuvor ewig kein Rennen mehr gewonnen“, erzählt sie. Es ist ihr erster Sieg seit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels bei der Duathlon-DM 2017 in Alsdorf.

Im Februar 2019 hat Lina ihr erstes Weltcuprennen absolviert – nach zuvor vielen Starts in Continental-Cup-Rennen. Sie merkt in Kapstadt (Südafrika), dass die Weltspitze noch ein anderes Format hat, wo ihre Schwächen liegen. Sie merkt aber auch, dass es jetzt nicht eine völlig fremde Welt ist. „Es fehlt noch etwas“, sagt Lina: „Aber man sieht auch, es ist machbar.“ Das erste Weltcuprennen ihrer Karriere, es war, wenn man so will, ihr zweites Aha-Erlebnis.

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Corona und was jetzt?

Corona ist in den letzten Wochen/ Monaten das Thema Nummer 1. Doch was hat das eigentlich für uns Sportler zu bedeuten?

Eigentlich war geplant, dass ich den Indoor Triathlon in Lievin machen, doch dann kam alles anders. Das Rennen sollte Ende März stattfinden, sollte. Denn schon vor den Rennen fing es an, dass sich die Situation weltweit anderes entwickelte als viele von uns vielleicht vorher gedacht haben. Schon vor dem Rennen in Lievin wurden mehrere Rennen abgesagt, und als dann auch mein Rennen von der Liste war, wollte ich zunächst noch nach Südafrika fliegen. Der Flug war/ist auch gebucht. Jetzt wartet der 600 Euro Gutschein auf seine Einlösung ;( Die ITU (Internationale Triathlon Union) hat nämlich sehr lange an vielen Rennen festgehalten, und erst eine Woche vor den geplanten Rennen in Durban wurden alle Wettkämpfe bis Ende Mai abgesagt. Diese Wettkampfsperre wurde in den letzten Tagen noch einmal verlängert, sodass erst einmal bis zum 30.6 nichts mehr stattfinden wird. Was natürlich gut und richtig ist.

Dennoch hart, denn anstatt Wettkämpfe zu bestreiten heißt es abwarten und trainieren. Da ich nebenbei noch studiere/arbeite wird mir aber nicht langweilig 🙂 Denn neben den guten alten Arbeitsaufträgen gibt es auch Onlinevorlesungen, sodass ich immer gut beschäftigt bin.

 

Und wie trainieren/ leben wir in Moment?

Ich denke, dass wir es in Deutschland definitiv sehr gut haben. Wir haben ein gutes Gesundheitssystem und unsere Einschnitte sind doch relativ begrenzt. Wir dürfen zu zweit draußen Sport treiben, und wenn man am Tag 3-4h draußen ist, hat man auf jeden Fall genug frische Luft geschnuppert.

Doch zum Triathlon gehört mehr als nur Radfahren und Laufen. Schwimmen ist in Moment nicht erlaubt. Zumindest nicht am OSP in Saarbrücken. Schade, dass dort jeder Stützpunkt eigene Regel treffen kann. Doch wir hoffen, dass es auch in Saarbrücken in den nächsten Tagen wieder los geht. Der Kraftraum ist ebenfalls geschlossen, aber in der heutigen Zeit gibt es ja genug Programme für eine Videokonferenz, sodass wir uns alle zusammen Montags, Mittwochs und Freitags virtuell zum Athletik treffen 🙂

Ach und ganz vergessen, unser Balkon hat mittlerweile Tisch und Stuhl, Blumen und Lampions! Man macht das Beste aus der Situation.

Bleibt zu Hause und passt auf euch auf!

Lina

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Südafrika

Hallo zusammen,

ich hoffe ihr hattet alle einen guten Start in das neue Jahr.

Zusammen mit einem Teil meiner Trainingsgruppe habe ich mich Ende Januar in den Flieger nach Südafrika gesetzt. In der Studentenstadt Potchefstroom haben wir für drei Wochen eine Pension gebucht, um ein erstes Trainingslager zu absolvieren.

Nach dem Weltcup in Kapstadt im letzten Jahr ist es mein zweiter Aufenthalt in Südafrika, jedoch unterscheidet sich die Region um Johannesburg doch deutlich von der in Kapstadt.

Herrschen in Kapstadt eigentlich immer Dürre und Wasserknappheit ist es hier im Hochland super grün und feucht. Das ein oder andere Gewitter hat uns auf jeden Fall überrascht und auch die Dauer und Heftigkeit waren sehr Beeindruckend.

 

Auch durfte ich erneut mit dem in Südafrika weit verarbeiteten low shedding (dt. Lastabwurf, resultiert aber immer in einem Stromausfall für den Verbraucher) Bekanntschaft machen. Aber ein bisschen Detox hat noch niemandem geschadet 🙂 Zumal ich nun angefangen habe, diesen Blog hier zu schreiben.

Wir befinden und also gerade in der letzten Woche des Trainingslagers und Morgen geht es für die meisten von uns weiter nach Bloemfontein. Im dortigen Maselspoort-Resort findet ein Afrikacup statt, welchen wir zum Abschluss unseres Trainingslagers mitmachen werden.

Wie es dort war, werdet ihr dann in einem Update erfahren.

Aber was haben wir hier eigentlich trainiert? Das Radfahren hat stunden-mäßig den größten Teil ausgemacht. So haben wir am letzten Sonntag uns 5h in der Sonne grillen lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Bei 35 Grad und null Schatten verpufft die Flüssigkeit in den Radflaschen schneller als man gucken kann. So hatten der Coach bzw. der Doc doch alle Hände voll zu tun 🙂 Jedenfalls haben wir eine schöne Runde gedreht. Als Bonus gab es sogar eine Safari: Nashörner, Affen, Strauße, Zebras, Giraffen, Vieh, Pferde und Antilopen waren auf jeden Fall dabei.

  

Zu Fuß habe ich es immer sehr genossen auf den Rasenflächen der Universität zu laufen, aber auch die Schotterpiste entlang der Bahngleise ist sehr zu empfehlen.

Geschwommen sind wir immer im Freibad, wobei es an manchen Tagen einem Freigewässer extrem nahe kam. Mit der Sauberkeit nimmt man es hier definitiv nicht so genau wie in Deutschland. Nichtsdestotrotz bin ich gerne im dortigen Pool geschwommen. Und nachdem ich am ersten Tag einen ordentlichen Sonnenbrand bekommen habe und einen Tag im T-Shirt schwimmen musste, hat sich meine Haut allmählich an die Sonne gewöhnt 🙂

 

Hatte ich mir vor dem Abflug doch ein paar Gedanken aufgrund der Hitze und Höhe gemacht, muss ich sagen, dass ich ganz gut damit zurecht gekommen bin. Das Hitzetraining hat mir, denke ich, definitiv etwas gebracht.

Soweit so gut 🙂

LG aus der Sonne Südafrikas,

Lina

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Frohes Neues Jahr

Ich hoffe ihr habt alle die ganzen Feiertage, sei es Weihnachten und Neujahr, gut überstanden. Ich wünsche euch allen nur das Beste für 2020 und bleibt gesund 🙂

Ich habe das Jahr 2019 traditionell mit einem Silvesterlauf beendet. Mit einer kleinen 5km Bestzeit waren die 5km in Trier die letzten Laufkilometer des letzten Jahres. Nun geht es munter weiter und schon heute werden erneut die Laufschuhe geschnürt.

Lina

 

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Die Saison 2019

Das war sie, die Saison 2019. Eine nicht perfekte Saison, aber das kann man wahrscheinlich von fast keiner sagen. Jedenfalls habe ich viel gelernt, vor allem über mich selbst. Am Ende wurde ich mit der Top 150 und einem Kaderplatz belohnt.

Hier noch einmal ein kurzer Schnelldurchlauf:)

Angefangen hat alles im Februar in Kapstadt. Mein erster Weltcup überhaupt, und was soll ich sagen?! Wow. Es war ein hartes Rennen, doch in Schwimmen und Radfahren konnte ich mich gut behaupten.

Dann kam das Rennen in Troutbeck auf 2300m Höhe. Dem hatte mein Körper leider nichts entgegen zusetzten. Wieder was gelernt.

Nach dem “Afrikatrip” ging es zurück nach Saarbrücken, bevor es dann mit dem ersten Europacup der Saison losging. Im französischen Lievin gab es des Indoor Europacup über die Supersprint-Distanz. Vom Vorlauf, über das Halbfinale bis hin zum A- oder B-Finale musste man sich entsprechen qualifizieren. Nach einem wirklich verkorksten Vorlauf konnte ich mich aber von Runde zu Runde steigern und im B-Finale den 2. Platz erreichen. Am Ende also ein guter 15. Platz, wobei ich hier mehr auf meine mentale Performance stolz bin. Das ganze Rennen hat nämlich unglaublich an meinen Nerven gezogen, doch ich habe mich durchgebissen und maximalen Spaß am Triathlon am Ende des Tages gehabt 🙂

Nach den ersten Rennen hatte ich dann einen Trainingsblog, um die Grundlage für die lange Saison nicht zu verlieren. Doch gut 1 ½ Wochen vor dem geplanten Trainingslager auf Mallorca knickte ich beim Laufen um. Aua! Mein vorderes Außenband sagte dabei „ade“,  zudem stand Vieles im Fuß einfach krumm und schief. Mein Fuß und ich mussten sich somit zwei Monate mit einer Schiene und viel Tape anfreunden. Auch das Laufen musste damit eingestellt werden und ich verbrachte einige Stunden beim Aquajoggen. Doch Laufen und Aquajoggen sind zwei unterschiedliche paar Schuhe wie ich erneut schmerzlich feststellen musste.

Der geplante Europacup in Melilla war damit gestrichen und die Saisonplanung erneut über den Haufen geworfen.

Da ich in diesem Jahr unter die Top 150 der ITU Point Liste will, mussten Punkte her. So entschied ich mich dafür, trotzdem ein paar Rennen zu machen. Ohne Lauftraining reiste ich also nach Tunesien. Nach einem anfänglichen Missgeschick beim Schwimmen und der damit verbundenen längeren Schwimmdistanz, musste ich beim Laufen Lehrgeld zahlen. Nichtsdestotrotz ein 4. Platz und wichtige Punkte 🙂

Eine Woche später ging es in Portugal erneut um die Punkte. In Sines machte ich ein wirklich gutes Rennen. Als vierte aus dem Wasser und einer relativ kleinen Spitzengruppe konnte ich auf Platz 11 ins Ziel laufen. Die Top 10 damit nur knapp verpasst.

Imagens do ETU EUROPEAN CUP & MEDITERRANEAN CUP SINES. Todos os Direitos ETU & USDBD
Images of ETU EUROPEAN CUP & MEDITERRANEAN CUP SINES. ©ETU & USDBD

Absolutes Highlight war in diesem Jahr auf jeden Fall das Rennen in Larrache. Auf dem Rad hieß es Attacke und ich konnte mir einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Mit einer soliden Laufleistung konnte ich meinen ersten internationalen Sieg feiern !:)

Zusammen mit meinen Kollegen von der saarländischen Polizei ging es im sächsischen Werdau weiter mit der Saison. Über die olympische Distanz ohne Windschatten fahren wurden die deutschen Polizeimeisterschaften (DPM) ausgetragen. Ohne Zeitfahrrad konnte ich mir dennoch einen Vorsprung für die abschließenden 10km Laufen erarbeiten. Trotzdem wurde es ein harter Tag. Bei 35 Grad Außentemperatur und kein Schatten auf der Laufstrecke, rettete ich mich noch auf den 2. Platz ins Ziel, bevor mich 1,5l Infusion wieder unter die Lebenden brachten. Deutsche Polizeivizemeisterin klingt gut, dennoch hätte ich den Sieg gerne ins beschauliche Saarland geholt und an die letzten 2,5km würde ich mich auch gerne erinnern 🙂 Aber, ich konnte meine erste Olympische finishen. Außerdem muss ich noch viel lernen, wenn es darum geht bei Hitze zu racen und das ich am Laufen einfach weiter arbeiten muss.

Das nächste Rennen war im kasachischen Almaty. Abgesehen vom Laufen, das beste Rennen der Saison. Als Erste aus dem Wasser nahm ich mein Herz in die Hand und versuchte ein Breakaway auf dem Rad. Die ersten 10km sah es nicht danach aus, dass ich es schaffe, doch ich gab nicht auf. So konnte ich auf der zweiten Hälfte meinen Vorsprung doch noch ausbauen und die anspruchsvollen fünf Laufkilometer in Anspruch nehmen. Das Ganze hat mir unheimlich Körner gezogen und ich lief als 7. in Ziel. Dennoch hat mir das Rennen unglaublich viel Kraft gegeben, was das Schwimmen und Radfahren anbelangt. Zudem habe ich dieses Breakaway durchgezogen, obwohl es zunächst nicht gut aussah.

Meine bisher beste Laufperformance auf der olympischen Distanz hatte ich in Viernheim. Wieder ohne Windschattenfreigabe kam ich auch hier erneut als erstes aus dem Wasser. Beim Radfahren allerdings hatte ich nicht viel auszusetzen. Auf dem Flachstück verlor ich gegenüber den Zeitfahrrädern einiges an Zeit. Zudem hatte ich leider Probleme, da mit der Rücken wehtat. Die 10km Laufen aber waren konstant.

Nach einer Wettkampfpause und gutem Training ging es in die letzten Rennen der Saison. Ich fühlte mich wirklich gut, da ich im Training noch einmal ordentlich etwas machen konnte.

Los ging es in Agadir. Ebenfalls eine olympische Distanz. Das Rennen ist, kurz gesagt, zum abhacken. In der zweiten Schwimmrunde donnerte ich gegen einen Stein. Zuerst dachte ich meine Nase sei gebrochen, doch glücklicherweise war sie wohl nur blau. Danach hatte ich nicht mehr viel zu melden. Schon das Radfahren war ein einziges Sufferfest und die abschließenden 10km wurden zu einer Weltreise. Hinzu kam, dass es erneut super warm war und ich damit noch immer zu kämpfen habe.

Die Woche drauf stand der Europacup in Rumänien an. Das ich bei diesem Rennen dabei war, kostete mich einiges an Nerven. Das Rennen in Hong Kong abgesagt. Das Rennen in Kasachstan abgesagt. Super:( Nach einigem hin und her und mehrmaligem stornieren und umbuchen saß ich dann also im Flieger nach Bukarest. Das Rennen in Agadir war abgehackt. Ich fühlte mich gut und wollte es endlich zeigen. Leider waren die Tage/Wochen vor dem Rennen wohl doch etwas zu viel für meinen Körper. Jedenfalls wurde ich vor dem Rennen krank und verbrachte den Tag vor dem Rennen nicht auf dem WK-Strecken. Ohne Stimme und ziemlich am kränkeln lässt es sich schlecht trainieren. Doch ich wollte es einfach probieren und so stand ich am Samstag am Start. Überraschenderweise lief das Schwimmen super und ich stieg als 4. aus dem Wasser. Auch auf dem Rad waren die Beine super obwohl ich echt Probleme beim atmen hatte. Noch als erstes auf die Laufstrecke musste ich da aber meiner Krankheit den Vortritt lassen. Mit angezogener Handbremse lief ich auf den 12. Platz.

Etwas angeschlagen ging die Weltreise weiter nach Fuerteventura. Ein kurzes Trainingslager vor der Team Europameisterschaft in Lissabon. Das Training konnte ich bis dahin wieder aufnehmen und der Fokus lag darüber hinaus auf dem Weltcup in Tongyeong. Mit dem Team sind wir 6. geworden. Hier der Link zum Blog, den ich euch bis jetzt vorenthalten habe. Ich warte noch auf die Fotos 🙂

Somit stand also das letzte Rennen der Saison an. Der Weltcup in Südkorea.

Ich machte mich also auf die Reise nach Tongyeong. Dort angekommen bezog ich für etwas über eine Woche mein kleines aber feines Hotelzimmer und freute mich so unglaublich auf das Rennen.

Zum Rennen an sich gibt es dann leider nicht so viel zu sagen. Ein DNF. Beim Schwimmen war ich mittendrin im Geprügel und wusste irgendwann einfach nicht mehr wo oben und unten ist. Ziemlich am Ende der großen Gruppe stieg ich dann also aus dem Wasser und war einfach nur froh es bis dahin geschafft zu haben. Ich fühlte mich unglaublich schlapp, als hätte jemand den Stecker gezogen ;( So fuhr ich dann auch Rad, sodass ich leider nach 10km völlig entkräftet vom Rad stieg. Eine riesen Enttäuschung!

Doch gerade die schlechten Erfahrungen bringen einen im Leben weiter, sodass ich das Rennen als eine riesen Erfahrung sehe. Jetzt bin ich noch hungriger auf die neue Saison und freue mich auf den Saisonbeginn in zwei Wochen. Die “Saisonpause” werde ich mit jeglichem anderen Sportarten füllen bzw. einfach nach Lust und Laune trainieren, um dem Kopf eine kurze Pause zu gönnen.

 

Eines der Hauptziele für diese Saison habe ich mit der Top150 Platzierung erreicht, ebenso den Nationalkaderplatz 🙂

Danke an dieser Stelle an alle Sponsoren! You know who you are 🙂

Lina

 

(Pics: Vivianes Lookbocklet; Polizei Sachsen, Triathlon Federation Almaty; Triathlon Agadir; World Triathlon) 

 

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Team Europameisterschaft

Leider gibt es vom Rennen nicht so viele Fotos bzw. warte ich noch darauf. Der Blog wartet aber schon eine ganze Zeit, sodass ich nun einmal mal hochgeladen habe 🙂 Dieser ist auf meinem Flug nach Südkorea enstanden. Also viel Spaß beim lesen.

 

10h Flugzeit = super viel Zeit für alles, was man aufgeschoben hat. Ich fliege gerade mit China Eastern nach Shanghai und von dort weiter nach Busan, um dann in den Bus nach Tongyoeng zu steigen. Mal sehen, ob es mir gelingt. Zuerst dachte ich: Geil, ON-Board WLAN. Doch so richtig gut funktioniert es nicht und zumal ich eigentlich schlafen sollte/wollte. Jedenfalls warte ich während des Blogschreibens noch auf meinen Tee und dann versuche ich es noch ein weiteres Mal mit dem Schlafen.

Aus Lissabon geht es für mich nun weiter nach Südkorea zum Weltcup. Mein Zweiter 🙂 Dies soll auch mein letztes Rennen der Saison sein, denn auch bei der Polizei stehen noch Klausuren an die es zu bewältigen gilt.

Nun aber zum eigentlichen Kern dieses Blogs, der Team Europameisterschaft. Ausgetragen wurde diese in der Nähe von Lissabon über die Mixed-Team-Relay Distanz. Bedeutete also 250m Schwimmen, 7km Radfahren und 1,7km Laufen. Daneben ist auch besonders, dass Frau-Mann-Frau-Mann ein Team bilden. Als amtierender Deutscher Meister war das EJOT Team TV Buschhütten qualifiziert und zusammen mit Lena Meißner, Justus Nieschlag und Jonas Hoffmann bildete ich ein Team. Ich war an Position drei gesetzte, also zwischen den beiden Jungs.

Jedenfalls haben die drei einen ziemlich guten Job gemacht und ich hätte meine Sache gerne noch etwas besser gemacht. Beim Schwimmen wurde ich leider zurück ins Wasser gezogen und durch einen nicht optimalen Wechsel (mein Helm hat leider den Geist aufgegeben) musste ich auf dem Rad alles probieren die Lücke zufahren. Also alles riskiert auf den ersten Metern auf dem Rad, doch das sollten mir meine Beine am Wendepunkt bitter zurückbezahlen. Das ärgert mich sehr, da ich die Lücke fast hatte schließen können.

Nichtsdestotrotz haben wir als Team unser Ziel erreicht und sind 6. geworden 🙂 Damit können wir super zufrieden sein! Sechster in Europa klingt mehr als gut 🙂 Ich bedanke mich an dieser Stelle beim EJOT Team für das super Wochenende. Ein wenig schneller wäre ich gerne trotzdem gewesen 🙂

Und nun?! Sitze ich immer noch im Flieger, den Blog fertig geschrieben und hoffentlich müde genug.

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Ein Lebenszeichen

So jetzt ist es aber auch mal an der Zeit euch ein kleines Update zu geben.

Als Erstes ging es an die marokkanische Atlantikküste, genauer nach Agadir. Dort fand ein weiterer Conticup über die olympische Distanz an. Mit einer großen Gruppe meiner Trainingsgruppe ging es relativ kurzfristig vor dem Rennen am Freitag los. Da das Rennen schon am Samstag morgen war, blieb nicht so viel Zeit und die Stunden bis zum Start vergingen wie im Flug. Die erste der zwei Schwimmrunden verlief noch ganz in Ordnung und ich konnte als zweite auf die weiteren 750m gehen.
Da wir Ebbe hatten konnte man ziemlich weit ins Meer laufen bzw. Delphin-Sprünge machen. Wahrscheinlich erwischte ich den einzigen großen Stein weit und breit, aber als ich dabei war Delphin-Sprünge zu machen krachte ich mit voller Wucht in einen rein 🙁  Ziemlich benommen von der ganzen Aktion setzte ich meine Schwimmbrille wieder auf und schwamm in der Gruppe die 750m zu Ende. Glücklicherweise habe ich mir wohl nichts gebrochen, doch meine Nase hat sich während und vor allem die Tage nach dem Rennen nicht besonders gut angefühlt.
So verliefen leider dann auch die restlichen Wettkampfkilometer. Viel hatte ich nicht zu melden und ich kam als 7 ins Ziel.
Nichtsdestotrotz gab es wichtige Punkte und ich freute mich um so mehr auf den Europacup in Rumänien eine Woche später.

Eigentlich war der Plan einen Asiencup in Aktau/ Kasachstan zu machen, doch dieser wurde kurzfristig abgesagt. So musste ich meine Flüge erneut umbuchen. Ein bisschen Stress mehr, da der ganz ganz ursprüngliche Plan einmal war, ein Rennen in Hong Kong zu machen. Das dort zur Zeit keine Rennen stattfinden ist jedoch logisch.

Das Rennen in Rumänien fand also am 21.09 in Constanta statt. Dies ist eine Stadt am schwarzen Meer.
Aus Agadir flog ich über Frankfurt weiter in die rumänische Hauptstadt Bukarest und von dort ging es mit dem Auto weiter nach Constanta. In einem Apartment direkt am Meer machte ich es mir gemütlich und konnte die Woche super trainieren. Danke an Anto an dieser Stelle 🙂

Jedenfalls fühle ich mich durch die Reise zwar immer etwas müde und meine Nase tat auch weh, dennoch hatte ich im Training keine Probleme und richtig Bock auf den Start am Samstag. Am Donnerstag Abend aber merkte ich leider schon, dass etwas nicht stimmte. Mein Hals tat weh und ich konnte nicht mehr schlucken. Am Freitag waren die Probleme leider nicht weg, sodass ich mich ohne Stimme auf zur Apotheke machte und mir ordentlich Zink, Vitamin C, Ingwer und Zitrone kaufte. Auch lies ich das Training sein und chillte den Tag über.
Mein Start war in weite Ferne gerückt.
Am Samstag morgen fühlte ich mich nicht unbedingt besser und meine Stimme war immer noch verschwunden, dennoch wollte ich einen Start riskieren. Im Training lief es so gut und ich hatte einfach Bock.

Das Schwimmen im Meer ähnelte ehr einer Surf-Party:) Ordentlicher Wellengang machten eine Orientierung nicht einfach und die Wellen ließen einen schön hin und her schaukeln.
Hat mich aber nicht weiter gestört, denn ich verließ als dritte das Wasser und konnte mich relativ entspannt auf den 400m langen Weg in die Wechselzone machen.


Somit saß ich in der ersten Gruppe und wir arbeiteten gut zusammen. Wir drücken auch ordentlich aufs Pedal was mir einen ordentlichen Wattschnitt bescherte. Die sechs Runden vergingen also wie im Flug. Leider merkte ich aber schon auf dem Rad, dass ich vor allem bei Gegenwind Probleme hatte einzuatmen. Die kalte Luft schnürte mir gerade zu meinen Hals ab.
Auf der Laufstrecke musste ich die Gruppe somit ziehen lassen. Da ich sobald ich schnell laufen wollte keine Luft mehr bekam 🙁 Ärgerlich, da die Form mittlerweile zu passen scheint.

Dennoch könnte ich als 12 über die Linie laufen. Definitiv eines meiner besseren Rennen in diesem Jahr.  Jetzt blicke ich zuversichtlich auf die letzten Rennen. Beim Weltcup in Tongyeong will ich es nochmal wissen 🙂 Davor aber geht es noch nach Lissabon. Hier werde ich mit dem EJOT Team Buschhütten bei der Team Europameisterschaft im Mixed-Relay an den Start gehen.

Bis dahin,

Lina