Platz 7 in Kasachstan

Auch wenn die Müdigkeit mich noch gut im Griff hat, wollte ich es euch nicht vorenthalten, über meine Reise nach Kasachstan zu berichten. 45h wach zu sein macht definitiv keinen Spaß:) Dazu aber später mehr.

Los ging es am Dienstag Mittag aus Düsseldorf. Über Kiew flog ich weiter nach Almaty, in den Südosten Kasachstans. Der Flug über Kiew war „relativ“ günstig im Gegensatz zum 3000 Euro Direktflug der Lufthansa, sodass ich die Umsteigezeit in Kauf nahm. Außerdem kenne ich mich am Flughafen Kiew mittlerweile gut aus und die Preise sind durchaus erträglich 🙂

So kam ich letztendlich um 04.00 Uhr Ortszeit in Almaty an und freute mich auf mein Hotelbett. Nach gut 4h Schlaf erwachte ich um 10.00 Uhr Ortszeit, also 06.00 Uhr deutscher Zeit.

Da man nur zu bestimmten Zeiten Schwimmen gehen konnte packte ich im Halbschlaf meine 7-Sachen und machte mich auf zum Pool. Der erste Tag war aufgrund der Zeitverschiebung und des Schlafmangels durchaus hart, doch ich hatte noch das Radfahren vor mir, sodass der Tag dann doch schneller umging als erwartet und ich müde ins Bett fiel.

Danach hatte ich glücklicherweise keine Probleme mehr und der zweite Tag startete ebenfalls mit einer Schwimmeinheit. Was ziemlich cool war, dass es super viele Volunteers gab. So machte ich mich mit Inzhu auf und erkundete die Stadt ein wenig. Lässt man den ganzen Verkehr und den Smog mal weg, so ist Almaty doch eine ganz schöne Stadt und mit dem angrenzenden Gebirge hat man auch ein tolles Panorama. 

 

Nach der Stadtrundfahrt hatte ich dann noch eine Bikesession auf dem Programm. Almaty liegt direkt an der Grenze zu Kirgistan, nur das Transili-Alatau Gebirge liegt im Süden der Stadt dazwischen. Da man mit dem Rad aber nur auf den 3km langen bzw. kurzen Radwegen fahren kann oder aber in das Gebirge, fuhr ich zunächst 10km bergauf durch die Stadt (unser Hotel lag leider im Norden der Stadt) und dann nochmal 10km den Berg hinauf in das Skigebiet der Winter Universade 2017. War man erst einmal aus der Stadt heraus, war es Landschaftlich super schön und die Luft auch angenehm. Der ganze Verkehr jeden Tag würde mich echt wahnsinnig machen, zumal es nicht ganz ungefährlich war. Doch auch diese Tour meisterte ich:)

Den Freitag begann ich mit einem Lauf zur Racetime. Am Nachmittag gab es noch die Swim- und Bikefam. Geschwommen sind wir in einem See mitten in der Stadt. Da das Wasser aus dem Gebirge kommt war es doch recht frisch. Zunächst hieß es, das Wasser habe 20 Grad, doch die am Wettkampftag gemessenen 18 Grad entsprachen schon eher der Realität 🙂 

Die Radstrecke war mit zwei Wendepunkten versehen und es ging auf der einen Seite leicht den Berg hinauf. Ansonsten war die Straße relativ breit und somit doch windanfälliger als zunächst gedacht. Auf der Laufstrecke war dann noch ein 12% Stich zu erklimmen.

Der Samstag begann dann relativ früh. Genauer um 05.00 Uhr Ortszeit, da wir um 08.00 Uhr Start hatten. Nach einem kleinen Frühstück und ordentlich Kaffee fuhr ich zeitig Richtung Wettkampfstrecke. Es lief alles ziemlich entspannt ab, sodass wir pünktlich starteten.

Da das Wasser ja nicht so warm war, war Neo angesagt 🙂 Das Schwimmen lief auf jeden Fall nach Plan, denn ich konnte als Erste aus dem See klettern und auch auf mein Rad springen. Auf die Gruppe hatte ich gut 10sec Vorsprung. So fuhr ich die 20km einfach von Vorne und konnte den Vorsprung ab der dritten Runde noch ein wenig Vergrößern.

Das Laufen war kurz gesagt scheiße. So musste ich ein paar mehr Girls ziehen lassen als geplant. Am Ende wurde es der 7. Platz, was okay ist, aber besser geht natürlich immer. Auch wenn ich wenig gelaufen bin und mein Bänderriss mir seit März Probleme macht, muss ich schneller laufen!

Nach dem Rennen hatte ich noch ein wenig Zeit, sodass ich zuerst mit dem Taxi und dann mit dem Rad erneut in die Berge fuhr. Auf 2500m Höhe liegt der Big Almaty Lake, denn ich mir nicht entgehen lassen wollte. Die Fahrt hat sich definitiv gelohnt.

Noch zu meinem Schlafmangel: 05.00 Uhr am Samstag aufstehen und 01.30 Uhr am Sonntag Morgen ging der Shuttel zum Flughafen. Leider konnte ich Samstagabend aufgrund einer Geburtstagsparty im Hotel nicht schlafen und im Flugzeug ging es irgendwie auch nicht. So landete ich um 13.00 Uhr in Deutschland, fuhr nach Hause und war schließlich um 21.00 Uhr im Bett. Aufgrund der Zeitverschiebung macht das 45h Stunden 🙁

Zusammengefasst bin in ich nicht 100% zufrieden mit dem Rennen. Schwimmen und Radfahren waren richtig gut, Laufen dagegen eben nicht. Jetzt heißt es vernünftig trainieren, bevor es weiter geht. Wo genau entscheiden mein Coach und ich wenn es soweit ist:)

Bis dahin

Lina