Weltcup Kapstadt

The running will take some time! 

Der Weltcup in Kapstadt war aber definitiv eine Erfahrung. Nach dem ersten Wettkampf der Saison weiß man nun auch wo man steht und woran es zu arbeiten gilt.

Das Startfeld war auf jeden Fall top besetzt, da die Olympiaqualifikation eine wichtige Rolle spielt und alle namenhaften Athleten um diese Olympiapunkte kämpfen. Somit ging ich mit einer relativ hohen Startnummer, der Nummer 47, ins Rennen. 

Geschwommen wurden die 750m im 15 Grad kalten Hafenbecken direkt am Touristenmagnet, der V&A Waterfront. Nachdem es zuerst einen Fehlstart gab, und die Hälfte des Frauenfeldes wieder zurückgeholt werden musste, klappte es dann beim zweiten Mal. Jedoch hörten wir auf der linken Seite eigentlich nur den Startschuss und nicht das Signal (meist „On your marks“) vorher, sodass wir doch einen kleinen Nachteil hatten. Jedenfalls kam ich echt gut weg und hatte erst auf der zweien Hälfte mit der ein oder anderen „Prügelei“ zu tun. Ich kam dann im Mittelfeld aus dem Wasser. Vom Gefühl her dachte ich, dass ich doch ein wenig weiter vorne aus dem Wasser gekommen wäre, doch mit einem guten Wechsel saß ich fast direkt in der Verfolgergruppe.

Auf dem Rad galt es 5 Runden zu absolvieren, wobei diese durch einen Wendepunkt, Kopfsteinpflaster und böigem Wind deutlich erschwert wurden. Das ich die zweitbesten Radzeit des Tages hatte, freut mich natürlich, aber nüchtern betrachtet muss man eben noch laufen. Wir stiegen dann mit nur noch 10 Sekunden Rückstand auf die 5-köpfige Spitzengruppe vom Rad.

Die 2,5km lange Laufrunde war zwei Mal zu absolvieren. Der böige Wind und die Mittagshitze von 31 Grad machten es da nicht leichter. Warum ich gar nicht nach dem Radfahren laufen konnte weiß ich nicht so genau. Im Trainingslager sowie im Training habe ich einen deutlichen Sprung im Laufen sehen können. Sodass es sch…. ist, diese Performance nicht abrufen zu können.

Am Ende bedeutete dies ein 35 Platz in einem Weltklasse-Feld. Das Ziel, die Top 30 wäre unter normalen Umständen mehr als möglich gewesen, sodass es um so ärgerlicher ist.

Der erste Wettkampf ist jedoch immer etwas besonderes und jetzt weiß ich voran es zu arbeiten gilt. 

Diesen Samstag habe ich beim Afrikacup in Troutbeck/ Zimbabwe ja schon mein nächstes Rennen und somit eine neue Chance:)

Bis dahin verbringen Justus und ich die Tage in Kapstadt, da es sich hier doch besser trainieren lässt als in Troutbeck. Er ist übrigens 5er geworden und hat damit gute und wichtige Punkte für die Olympiaqualifikation sammeln können:* 

 

Fotos: Wagner Araujo; Vivianes Logbooklet; AquawizPhotography und ich 🙂