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Europacup Melilla

Zeit ein paar Zeilen zu meinem Europacup in Melilla zu schreiben. Die Wochen nach dem Rennen waren doch ziemlich voll gepackt und eine kleine Erkältung hält mich immer noch zurück. So sitze ich also im Trainingslager und genieße die sommerlichen Temperaturen auf dem Hotelbalkon und nicht während einer Laufeinheit. Aber es wird besser und heute werde ich vorsichtig die Weinberge mit dem Rennrad erkunden.

Aber zurück zum Europacup. In Melilla war ich das letzte Mal 2015 zum Junioren-Europacup. Die lange Anreise war mir somit bereits bekannt und als ich am Flughafen Melilla tatsächlich mein Rad in Empfang nehmen konnte, machte ich drei Kreuze. Dem Triathlon konnte also nichts im Wege stehen, dachte ich.

Leider wurde aus dem Triathlon nichts. Die Schlechtwetterfront kam zwar erst bei der Abreise am Montag und nicht am Sonntag, dennoch entscheid sich die Rennleitung 30min vor dem Start anstatt eines Triathlons einen Duathlon zu veranstalten. So hießt es also 2,5km Laufen – 20km Radeln – 5km Laufen. Etwas schade, da man locker hätte Schwimmen können und wir ja keine Hallensportler*innen sind.

Somit war meine sehr gute Stimmung, sagen wir mal, nur noch gut 🙂 Da ich wusste, dass ich beim Laufen ehr schlechte Karten habe, stellte ich mich auf ein hartes Radfahren ein. So kam es dann auch. Leider verpasste ich die Gruppe um ein paar Sekunden und schaffte es die Lücke beim Radfahren nicht zu schließen. Der zweite Lauf war dann richtig hart und ich wäre gerne schneller gelaufen.

Mit dem ersten Lauf und dem Radfahren bin ich aber zufrieden. Viel mehr wäre nach dem spärlichen Lauftraining nicht drin gewesen und da es doch sehr windig auf dem Rad war, hatte ich alleine leider keine Chance. Der 39. Platz ist so mit der erste Stand dieser Saison. Beim Europacup in Caorle gibt es dann hoffentlich einen Triathlon und somit ein weiteres Rennen zum reinkommen.

Jetzt heißt es gesund werden und doch noch ein paar Tage des Trainingslagers ordentlich trainieren 🙂

Frohe Ostern!

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Trainingslager Südfrankreich

Es gibt wieder ein kleines Update:) Zusammen mit dem Saarländischen Landeskader hat es mich für 10 Tage nach Südfrankreich verschlagen. Bei gutem Wetter und guter Stimmung konnte ich super trainieren und auch der Körper hat, bis auf ein wenig Muskelkater, nicht gemeckert! Wahnsinnig cool. 

Schwimmen, Radfahren, Laufen, aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte. Hier also ein kleiner Einblick in die letzten Tage. 

Ebenso haben wir uns natürlich über die aktuelle Weltgeschichte unterhalten, viel diskutiert und Köpfe geschüttelt. Jeder hat da seine Meinung, ich hoffe einfach nur, dass wieder mehr Frieden in unsere Welt kehrt! 

Ansonsten geht es Anfang April mit dem ersten Wettkampf los. Ich stehe auf der Startliste des Europacups in Melilla/ Spanien. Bis dahin wird weiter trainiert, und ich freue mich 🙂 

Stay safe, 

Lina 

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Verletzungs-Guide Bänderriss(e)

So es ist soweit, der erste Verletzungs-Guide für euch. Ich habe ein wenig überlegt, womit ich anfange, habe mich aber dann für das Aktuelle entschieden. Der letze Bänderriss meinerseits ist ja erst ein paar Tage her 🙁 

Siehe letzter Blogeintrag! 

Vorab: ich bin weder Mediziner*in noch sonst irgendwas. Ich teile lediglich meine Erfahrungen und hoffe ihr könnt daraus Inspiration bzw. neue Ansätze zur schnelleren Genesung finden 🙂 

Das wäre also auch geklärt!  

Die Verletzung

Ich gehe mal davon aus, dass den Meisten von uns die Bänder im Fuß reißen, anreißen oder diese überdehnen. Es gibt drei Außenbänder, das Syndesmoseband sowie das Innenband welche reißen können. Einhergehend mit dem Riss oder der„Überdehnung“ tritt oft ein Knochenmarködem auf (Wassereinlagerung im Knochen) sowie eine grundsätzliche Schwellung samt Blauer Flecken. 

Sofortmaßnahmen 

In dieser Reihenfolge 

  • Kühlen der betroffenen Region 
  • Hochlagern 
  • Kompression 
  • Evtl. Krücken 
  • Arzt aussuchen 
    • Ultraschall
    • Röntgen 
    • MRT (wenn man ganz sicher gehen möchte) 
  • Orthese evtl. reicht auch eine Bandage aus. Wichtig ist die Ruhigstellung des Fußes! 
  • Lympfdrainage, um die Schwellung zu reduzieren 

Behandlungsverlauf

Wichtig ist vor allem Ruhe und nur das zu tun was ohne Schmerzen möglich ist. Um die Schwellung im Fuß schnell zu verringern ist regelmäßiges Kühlen, Kompression und Hochlegen sehr wichtig. Die Belastung sollte auf ein Minimum reduziert werden und wenn eine Bandage/ Orthese getragen wird, sollte diese auch immer getragen werden, um den Fuß so ruhig wie möglich zu stellen. Insbesondere bei An-/Riss des Vorderen- bzw. Mittleren-Außenbandes ist eine 90° Grad Stellung über mehrere Wochen sehr wichtig, um ein Anwachsen der Bänder zu gewährleisten. Heißt: auch während des Schlafes ist die Orthese zu tragen. 

Ist das Syndesmoseband im Ar*** sind Krücken in den ersten Wochen zu empfehlen, da dieses das Schien- und Wadenbein zusammenhält. Ist das Syndesmoseband weg verliert das Sprunggelenk seine Stabilität, sodass bei Belastung des Fußes noch mehr kaputt gehen kann. 

Lympfdrainage/ Physiotherapie wird ein*e Mediziner*in in jedem Falle verschreiben. Diese sollte auch wahrgenommen werden. Lympfdrainage, um die Wassereinlagerungen zu verringern. Physiotherapie ist nach ein paar Wochen gut, um das Sprunggelenk zu mobilisieren und den Fuß „durchzubewegen“, damit er nicht versteift. 

Die Bewegung kann mit der Zeit gesteigert werden. Radfahren ist am Einfachsten und leichte Bewegung regt zudem den Stoffwechsel an. Nur sollte man nicht aus den Radschuhen ausklicken!!! Erstens tut es super super weh und Zweitens macht man sich alles wieder kaputt. Also besser in Turnschuhen fahren oder nur mit der gesunden Seite ausklicken (wenn man mit Klick-Pedalen trainiert). 

Ebenso ist ein wenig Spazierengehen völlig in Ordnung. Jedoch sollte beachtet werden, dass Gehen/Laufen die Bänder am meisten beansprucht, da die komplette Last des Körpers auf das Sprunggelenk wirkt. 

Wer gerne Schwimmen geht, tut seinem Fuß damit auch einen Gefallen. Durch das Wasser geht die Schwellung zurück, außerdem ist deutlich weniger Gewicht auf dem Körper. Jedoch sollte der Fuß getapet werden und kein Beinschlag gemacht werden (wer eine Wechselorthese hat, kann die natürlich auch nehmen). 

Krafttraining bzw. Athletik-Training für den Oberkörper kann zu jeder Zeit gemacht werden. Kraft für die Beine, Sprünge und Einbeinige Sachen würde ich zunächst weglassen. 

Wie ihr seht: in der Ruhe liegt die Kraft 🙂 Leider!

Abgewöhnung der Orthese

Egal welches Band und ob Anriss oder Riss, eine Orthese sollte mindestens 6 Wochen getragen werden. Die Füße tragen all unser Körpergewicht, sodass es umso wichtiger ist, dass dieser zu 100% fit ist. Eine Orthese hat den Vorteil, dass sie den Fuß wirklich ruhig stellt und eine erneutes Umknicken quasi unmöglich ist! In den 6 Wochen ist es wichtig, die Orthese auch tatsächlich zu tragen (insb. beim Schlafen). Natürlich darf man diese beim Duschen, Kühlen, … abmachen, aber je mehr man sie trägt, desto besser der Heilungsverlauf!

Eine Abgewöhnung der Orthese sollte schrittweise erfolgen. Eine Bandage für ca. 2-3 Wochen ist ganz gut, um den Fuß wieder an die Belastung heranzuführen. Danach sollte man auf Tape umsteigen. Es fühlt sich einfach sicherer an und je nachdem welches Tape genutzt wird, kann man immer weniger Spannung bzw. Tape nehmen. Zudem hat die schrittweise Abgewöhnung den Vorteil, dass die Muskeln nicht komplett „zu“ machen und man früher mit dem Laufaufbau beginnen kann. Wenn alles passt empfehle ich die ersten Läufe mit Tape zu machen und nach ca. 2 Wochen auf Kompressionssocken bzw. Stützsocken umzustellen (insb. bei Läufen im Wald). 

Ich werde nicht von Bauerfeind gesponsert, aber folgende Sachen kann ich sehr empfehlen:

Orthese: https://www.bauerfeind.de/de/produkte/orthesen/fuss/details/product/malleoloc-l3

Bandage: https://www.bauerfeind.de/de/produkte/bandagen/fuss/details/product/malleotrain-plus

Laufsocken:

https://www.bauerfeind-sports.com/de/Produktlinien/Gelenkschutz-und-Gelenkschoner/Sportbandagen/Sports-Ankle-Support-Dynamic/p/YPBF_SPF_SANKLESUD

Kurz: Orthese —> Bandage —> Tape —> Kompressionssocken o. Bauerfeind Socken

Wiedereinstieg ins Training

Schwimmen: 

  • Tape o. Orthese + Pullboy —> Pullboy —> ohne alles
  • Strecke + Intensität steigern —> nur Beine erst wenn Bewegung vollständig da und keine Schwerzen beim Beinschlag 

Radfahren: 

  • Geht immer, aber anfänglich nur lockeres Grundlagentempo 
  • wie bereits oben gesagt: Vorsicht beim Ausklicken !:) 

Laufen: 

  • Behutsame Umfangssteigerung, um andere Probleme zu minimieren (zB. Achillessehne, Hüfte, Rücken) 
  • In Minutenschritten steigern 1min – 2min – 5min- 10min – … 
  • Lauf-ABC + Lauftechnik 
  • Mit Aquajogging, Crosstrainer, evtl Alter G kombinieren bzw. ausgleichen 

Der Laufaufbau sollte mit Bedacht erfolgen! Ich bin in den ersten Wochen ca. 3x die Woche gelaufen und habe immer einen Tag Pause dazwischen gemacht. 

Angefangen bei 10x1min P.:1min über 5x2min P.:1min habe ich mich immer weiter gesteigert bis ich irgendwann 1×20-1×10-2x5min mit 1-2min Pause ohne Schmerzen laufen konnte. 

Bedenkt, dass sich eure Muskeln wieder ans Laufen gewöhnen müssen. Es kann also sein, dass ihr Muskelkater im Gluteus, dem unteren Rücken und den Waden bekommt 🙂 

Ich habe ca. 10 Wochen nach dem Bänderriss mit dem Lauftraining begonnen. Die ersten zwei Wochen bin ich mit Tape gelaufen, dann mit den Bauerfeind-Socken und lange Zeit mit Kompressionssocken. Heute laufe ich manchmal mit Kompressionssocken, wenn ich das Gefühl habe, muskulär nicht 100% fit zu sein. 

Wenn ihr Interesse an einem Aufbau habt, schreibt mir gerne 🙂 

Vorsicht ist besser als Nachsicht 🙂 

Kontrolle

Ich habe nach 2 und 6 Wochen einen Arzt aufgesucht, um zu schauen, was mein Fuß so macht. Zudem habe ich nach 6 Wochen meine Bandage verschrieben bekommen. Jedes Mal haben wir einen Ultraschall gemacht, nach 8 Wochen ein weiteres MRT (immer auch eine Kostenfrage!). Weiter wurde die Beweglichkeit des Fußes „bewertet“ bzw. kann man schnell feststellen, ob es noch Pause bedarf. Treten Schmerzen auf heißt es: Warten! 

Insbesondere zu Beginn schwillt der Fuß bei zu hoher Belastung an. Das Beobachten der Schwellung ist also ein guter Indikator was möglich ist und was vielleicht schon zu viel. Grundsätzlich gilt: normaler Menschenverstand bei der Belastungssteigerung. 

Übungen

Um die Bänder und das Fußgelenk zu stärken und es wieder Belastungsfähig zu machen ist vor allem die Fußstabilität und Balance wichtig. Anstelle von Krafttraining habe ich vorrangig Athletik-Training gemacht und mich viel auf meine Fußstabilität konzentriert. Zudem habe ich an Balance/ Gleichgewicht gearbeitet. 

Da Youtube voll mit solchen Videos ist, schaut dort einfach mal vorbei 🙂

Prävention 

  • die Richtigen Laufschuhe —> man kann nach Gefühl gehen oder auch eine Laufanalyse machen 
  • Bauerfeind- oder Kompressions-Socken 
  • Laufuntergrund wechseln
  • Alternatives Training (Alter G, Aquajogging, Crosstrainer, …) 
  • Warm-Up vor Laufen! 
  • Einlagen (ich bin aber kein Fan davon) 

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Happy New ´22 oder auch ein Lebenszeichen

Das Jahr 2021 ist längst Vergangenheit und der erste Monat des neuen Jahres ist schon fast geschafft, also zumindest zur Hälfte. Ein Update ist somit mehr als hinfällig. Viel passiert ist seit der Sportler*innen-Wahl in Vreden jedoch nicht bzw. nichts sportlich Erzählenswertes. Leider! Auf die Frage, ob ich noch Triathlon mache kann ich aber mit JA antworten 😉 

Was war also los? 

Mein angerissenes Außenband war wieder verheilt und ich konnte langsam ins Training einsteigen. Zur Vorbereitung auf die Deutschen Polizeimeisterschaften in Erbach meldete ich mich für den Triathlon hier in Saarbrücken an. Der lief auch ziemlich gut und ich konnte einen Sieg einheimsen. Yeah. 

Zwei Wochen später war es in Erbach soweit. Die DPM wird immer über die Olympische Distanz ausgetragen und Windschatten fahren ist verboten. Also lieh ich mir kurzerhand noch das nagelneue Zeitfahrrad von Justus, um diesem auch ein paar Sonnenstrahlen zu ermöglichen. 

Leider kann ich vom Rennen in Erbach wenig Positives berichten. Das Schwimmen war noch ziemlich nice und ich stieg mit der drittschnellsten Schwimmzeit aller, rund 2:30min vor der zweiten Frau, aus dem Wasser. Wir Frauen waren 5min nach dem Männern auf die 1500m lange Schwimmstrecke gestartet, sodass ich im Endeffekt im Hauptfeld der Männer in die erste Wechselzone stolperte. Danach war das Rennen leider auch schon vorbei. Auf dem Rad wollte ich meine Verpflegung zu mir nehmen, was mein Magen aber nicht wollte. So fuhr ich 40km und lief noch 8km ohne zu essen bzw. zu trinken. Dann aber musste ich mich mit einer Sauerstoffsättigung von 89% ins Abseits legen. Einziger Lichtblick: im Sani-Zelt habe ich einen alten Freund aus Triathlon-Jugend Zeiten wiedergetroffen. So sieht man sich also wieder 🙁 

Fazit des Wochenendes: super Organisation der Polizei Bawü, Olympische Distanz muss ich wohl noch üben! 

Zum Abschluss der Saison 2021 hatte ich mir ein Highlight herausgesucht, die Cross Europameisterschaften in Südtirol/ Italien. Ich wollte mal schauen, wie Crosswettkämpfe so sind. Früher bin ich viele Crossrennen gefahren und Bock gemacht hat es auch immer. Bis nach Italien bin ich aber nicht gekommen. Lina verletzt, mal wieder. 

Was war passiert? 

Kurz vor der Abfahrt gen Italien stand ein letzter Waldlauf auf dem Trainingsplan. Lina läuft einen 3m breiten Waldweg, läuft über einen Stein, fällt hin und „knickt“ um. So grob mal meine Erinnerungen daran, vielleicht bin ich auch an einer Wurzel hängen geblieben. Frau weiß es nicht mehr so genau. Ende vom Lied: ich habe direkt gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich konnte nicht mehr auftreten und mein Sprunggelenk vorne wurde geradezu blau & dick. Glücklicherweise kam relativ schnell ein Ehepaar an mir vorbei spaziert, welches mir ein Taxi rufen konnte. Zu Hause schnell was Warmes angezogen und ab mit einer Freundin in die Notaufnahme. Da ich ja Stammkunde dort bin konnte der Part der Personalien schnell übersprungen werden und ich saß direkt beim Röntgen. 

Auf dem Röntgenbild war wenig zu erkennen, die Außenbänder sahen erst einmal okay aus, aber ein MRT dennoch unumgänglich. Leider war es Freitagabend und das MRT ebenfalls im Wochenende. Somit bekam ich erst einmal Krücken und einen Termin für das MRT, denn der Verdacht eines Syndesmoseband-Risses erhärtete sich, nachdem noch eine weitere Ärztin sich mein Füßchen angeschaut hatte. 

Nach dem MRT: ein wenig Glück im Unglück: das Syndesmoseband war nicht ab und schon gar nicht knöchernd abgerissen 🙂 Yeah, keine Operation! Jedoch war die Verletzung doch nicht so ohne wie ich zunächst hoffte. Zwei der drei Außenbänder waren weg und am Sprung-und Wadenbein ein Knochenmarködem. Somit hieß es tatsächlich eine Woche Krücken und viel, viel Geduld. Mal wieder. 

Was macht man also mit so viel Zeit? 

Da Justus eine kaputte Schulter hatte und ich ebenfalls lädiert machten wir das Beste aus unserer Sportpause. Urlaub! Nach ein paar Jahren ohne richtigen Urlaub taten die zwei Wochen Griechenland wirklich gut und wir ließen die Seele baumeln. Irgendwann im Oktober traute ich mich auch wieder ins Wasser und aufs Rad und seit November bin ich vorsichtig wieder zu Fuß unterwegs. Geduld und Zeit sollte man auf jeden Fall haben. Ich bin in dieser Zeit jedenfalls zu einer echten Buch- und Weinkennerin geworden 🙂 

Und der Plan für 2022? 

Ende Februar geht es zusammen mit der STU ins Trainingslager nach Südfrankreich und dann steht im April hoffentlich ein erster Wettkampf an. Zudem sind Rennen in der 1. Bundesliga geplant. Ein neues Team habe ich auch 🙂 Ab dieser Saison geht es für das Team Berlin an den Start! Darauf freue ich mich sehr.

Ansonsten möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei meinen Sponsoren für die Unterstützung bedanken! Danke danke danke 🙂 

Noch so eine Idee…

Weiterhin habe ich mir überlegt meinem Blog ein wenig mehr Leben einzuhauchen! Nach so vielen Verletzungen habe ich gedacht, ich schreibe ein wenig mehr darüber. Die Idee: „Verletzungs-Guides“. Ich werde in naher Zukunft einfach meine bzw. unsere Erfahrungen (Justus dient mir bestimmt ebenfalls als Inspirationsquelle) mit euch teilen. Mal schauen wohin das führt…

Bis dahin, Lina 

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Sportlerin des Jahrzehnts

Hallo zusammen, 

es ist mal wieder Zeit für ein Update 🙂 

Das Jahr 2021 ist schon vorangeschritten, einen Wettkampf habe ich dennoch nicht machen können.

Kurz vor der Deutschen Meisterschaft habe ich mir leider mein Außenband angerissen. Zudem hatte ich Schmerzen im Rücken und Bein. Nach einem MRT Termin konnte ich glücklicherweise einen Bandscheibenvorfall ausschließen, doch ich hatte ziemlich lange mit meinen Problemen zu kämpfen. 

Das DM-Rennen in Berlin habe ich deshalb als Zuschauerin verfolgen müssen, leider ;( 

Wann genau das nächste Rennen ansteht weiß ich noch nicht genau. So langsam kann ich aber wieder ein paar Kilometer laufen und freue mich auf die noch lange Saison. 

Außerdem war ich am letzten Wochenende mal wieder in der Heimat. In meiner Heimatstadt wurden nämlich die Sportler*innen des Jahrzehnts geehrt. 

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich Sportlerin des Jahrzehnts geworden bin und ich durfte einen schönen Abend in Vreden verbringen. Danke an dieser Stelle an alle, die eine Stimme für mich abgegeben habe!!! 

Genießt das schöne Wetter,

Lina

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Interview der Woche

Die Wochenpost aus der Region hat mich zum Interview der Woche eingeladen. Wir haben über die Vergangenheit, die Corona-Zeit und über die Zukunft gesprochen. Wer Interesse hat, hier das gesamte Interview vom 26.02.2021.

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Happy 2021

Vielleicht etwas verspätet, aber besser zu spät als nie 🙂 Ich hoffe ihr hattet alle ein paar schöne & entspannte Weihnachtstage, sowie einen guten Start in das neue Jahr.

Bleibt gesund und macht das Beste aus der jeweiligen Situation!

Lina

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Sieg in der Bundesliga

Ein bisschen in Verzug bin ich mit meinem Blog ja schon, aber die anstehenden Examensklausuren haben mich etwas mehr beschäftigt. Nun hatte ich aber tatsächlich gar keine Lust mehr auf Lernen, sodass ich die Auszeit für diesen Blog genutzt habe.  

 

Sieg in der Bundesliga (Saarbrücken)

Das wohl einzige Rennen der Saison 2020 wird, für mich,  das Bundesliga Rennen in Saarbrücken bleiben. In einem Corona konformen Rennen konnten wir uns also doch noch batteln. Da die 16. Damenmannschaften mit jeweils 4.Teilnehmerinnen an den Start gehen, wurden wir dieses Mal in 4. Startgruppen eingeteilt (immer 1 Frau pro Team). 

Ich war also in der 2. Startgruppe am Start.

Es wurden zunächst 650m geschwommen, dann 6. Runden (15km) Rad gefahren und zum Abschluss 2. Runden (4,4km) gelaufen. 

Beim Schwimmen noch auf Platz zwei liegend, konnte ich mich auf dem Rad von meinen Konkurrentinnen absetzen. Diesen Vorsprung baute ich Runde für Runde aus, sodass ich auf den abschließenden Lauf einen Vorsprung von knapp 60sec mitnahm. Diese 60sec konnte ich ungefährdet verteidigen, sodass ich den Sieg in der Startgruppe mit nach Hause nehmen konnte 🙂 

Für die abschließende Teamwertung wurden jeweils Platzziffern verteilt, wobei das schlechteste Ergebnis das Streichergebnis wurde. Mit den Plätzen 1,1,2 und 1 sicherten wir uns, mit der niedrigsten Platzziffer von 3 Zählern, den Tagessieg. Und auch bei den Männern gelang dem EJOT Team Buschhütten der Tagessieg 🙂 Quasi ein Doppelerfolg. 

 

 

Was passierte danach? 

Nach dem Race hatte ich eigentlich zwei Wochen Zeit, mich auf mein letztes „Rennen“ der Saison vorzubereiten. Ich wollte nämlich noch möglichst schelle 5km auf der Bahn laufen. Für die Kaderqualifikation fehlt mir nämlich noch, neben der 800m Schwimmnorm, eben diese 5km Zeit.

Daraus wird jetzt aber leider nix mehr. Den Tag nach dem Rennen lief ich meinen sonntäglichen Dauerlauf. Doch schon während des Laufens machte sich meine Wade bzw. mein Schienbein bemerkbar. So hatte ich dort am Montag eine fette Beule, sodass ich sofort zur Physio rannte. Verdacht auf eine Knochenhautentzündung war die erste Diagnose. An Gehen, Radfahren und auch ordentliche Rollwenden beim Schwimmen war nicht mehr zu denken. Es tat schon richtig weh ;( 

Bis ich einen Arttermin hatte dauerte es leider, doch letzte Woche war es dann soweit. Und der Verdacht hat sich bestätigt: Knochenhautentzündung. Was so viel bedeutet: ruhiges, lockeres und schmerzfreies Training, und kein schneller 5km Lauf auf der Bahn, stehen nun im Vordergrund.

Aufgrund der Situation habe ich nun mit meinem Trainer beschlossen, meine Saisonpause einzuleiten. So schreibe ich erst einmal mein Examen und trainiere nach Lust und Laune. Eben alternativ, um die Verletzung auszukurieren. 

 

Was bleibt zu sagen? 

Auf eine neue Saison 2021 und danke für die Unterstützung von allen Seite 🙂 

You know who you are! 

Bleibt gesünder als ich und genießt die letzten Strahlen der Sonne, 

Lina 

 

(Pics by Jo Kleindl und Conny Ziegler #DANKE)

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Blog – Update 2020 part 2

Ende Mai habe ich meinen letzten Blog verfasst. Doch nun ist wieder etwas Zeit verflogen und ich kann euch ein kleines Update geben! 

So richtig in Fahrt gekommen ist die Triathlon-Saison noch nicht und das wird sie 2020 wohl auch nicht mehr. Letztendlich ist es einfach schwierig in der Corona-Situation etwas zu planen, zumal die Gesundheit aller an erster Stelle stehen sollte. Meiner Meinung nach zumindest 🙂 So trainiere ich weiter fleißig und freue mich auf ein paar Rennen 2020, aber noch viel mehr auf faire Rennen in der fernen Zukunft! Wenn es nämlich Rennen gibt, sollten auch alle starten können. 

Doch das nur vorweg. Was ist wirklich seit Ende Mai passiert? 

 

Road to Schweich 

Eines Sonntags hatte ich Lust auf etwas Neues. Also bin ich mit dem Rad einfach drauf los gefahren. Anstatt wieder Zuhause endete meine Route in Schweich. Aus Saarbrücken ging es über den Hermeskeil an die Mosel. Den Rest erledigte der Zug, sodass ich am Ende des Tages wieder in Saarbrücken ankam. 

Gut das ich etwas Geld und meinen Mundschutz dabei hatte 🙂 

 

Wochenende in den Vogesen

Schon zwei Mal war ich in Géradmer, einer kleinen Stadt in den Vogesen. Und weil Justus noch nie dort war, war es nun an der Zeit ihm dieses schöne Fleckchen Erde näher zu bringen. Von Freitag bis Montag packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf in Richtung Frankreich. 

Geschwommen sind wir, bei herrlichstem Wetter, im See. Gelaufen wurde um den See und Rad gefahren in den Bergen 🙂 

Ich konnte Justus sogar davon überzeugen mehr Rad zu fahren, als er sollte (Sorry Dan). Aber die Route des Cretes und den Grand Ballon muss man einfach gefahren sein! 

Ansonsten haben wie die Sommerrodelbahnen der Region unsicher gemacht, und wer dachte man kann aus einigen Bahnen nicht raus fallen, der hat sich getäuscht. Ich bin doch sehr unsanft aus der Bahn geflogen ;( 

Bonus des Kurztrips: meine Eltern sind zusammen mit meinen Brüder auf dem Weg in den Sommerurlaub gewesen und haben in der Nähe einen Zwischenstopp gemacht, sodass wir gemeinsam einen Abend verbringen konnten. 

 

Deutschlandreise 

Stop 1 – Leipzig 

Die erste Station unserer Deutschlandreise war das IAT in Leipzig. Zwei Tage Leistungsdiagnostik sollten neue Daten über unseren Trainingsstand geben. So schwitzen wir in der „Kammer des Schreckens“ bevor wir uns weiter auf den Weg Richtung Osten machten. 

Stop 2 – Kienbaum 

Hinter Berlin liegt mitten im Grünen das bescheidene Örtchen Kienbaum samt gleichnamigem Bundesleistungszentrum. Der zweite Stop unserer Reise. Für eine Woche begleiteten wir den Nachwuchskader der Nationalmannschaft. 

Doch bevor wieder etwas ruhiger trainiert wurde, stand noch der Swim&Run der 1. Triathlon Bundesliga an. 800m Schwimmen und 5km Laufen galt es zu absolvieren, egal an welchem Ort der Welt. Die besten drei Frauen des Teams kamen dann in die Wertung, sodass der Tagessieg ermittelt werden konnte. So siegten wir als EJOT Team Buschhütten an diesem Tag 🙂 

Danach folgte eine Woche ordentliches Training in Kienbaum, wobei wir kurz vor der Abreise noch ein 8km Einzelzeitfahren veranstalteten. Etwas offensiv angefahren, konnte ich dennoch den Tagessieg bei dem Frauen mitnehmen 😉 So viel Laktat habe ich auf jeden Fall lange nicht mehr gespürt! 

Alles in allem war es eine lustige Woche und auch der Spaß kam nicht zu kurz, wobei ich jedoch sagen muss, dass ich nicht zum Kunstturnen wechseln werde 🙂

Stop 3 – Frankfurt 

Die Zeit verging mal wieder viel zu schnell und schon waren wir in Frankfurt. Abends um 19.30 Uhr angekommen, wurden schnell die Rennräder in die Radtasche gepackt, bevor wir pünktlich um 20.00 beim Abendessen saßen. 

Eine Schulfreundin ist zur Zeit in Frankfurt, sodass ich es mir nicht nehmen lassen wollte, sie wenigstens kurz zu sehen. 

Morgens um 6.00 Uhr waren wir dann schon wieder auf den Beinen auf dem Weg in Richtung Flughafen. 

 

Ab in den Westen – Portugal 

Von Frankfurt ging es über Lissabon in die portugiesische Provinz nach Avis. Doch der Ort hat wenig mit der Autovermietung zu tun, denn Autos sind dort definitiv Mangelware. Auf meiner 70km Solotour zB habe ich nicht ein einziges Auto gesehen. Ich muss sagen, seeeeehr entschläunigend 🙂 

So sah das Training aber glücklicherweise dann doch nicht aus! 

Da es Tagsüber bis zu 40C hatte, versuchten wir das Training möglichst in den Morgen- oder Abendstunden zu absolvieren. 

Der Tagesablauf war somit immer relativ identisch: Laufen – Frühstück – Schwimmen – Mittag – Lernen – Radfahren. 

Natürlich war es nicht immer so, aber im großen und ganzen passt das ganz gut.

An dem ein oder anderen Tag ging es anstatt in den Pool auch ins Freiwasser. Der See direkt am Hotel ist wirklich riesig gewesen. Aus dem Grund machten wir an einem der „Ruhetage“ noch einen Bootsausflug, um das Ausmaß zu erahnen. Da durfte selbst ich das Steuer übernehmen 🙂 

Ansonsten haben wir viel trainiert und die Vorzüge des klimatisierten Hotels genossen bzw. uns eine Abkühlung im Hotelpool genehmigt! 

Ah und nicht zu vergessen, das Schnecken-Essen. Außergewöhnlich, aber ich fand sie sehr lecker.

Nun freue ich mich aber wieder zuhause zu sein und wenn es News gibt, werde ich berichten. 

Lina 

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Die Lieblingseinheiten unseres Nationalteams: Lina Völker

An Schwimmen ist in Moment für viele von uns nicht zu denken. Also stehen Laufen und Radfahren sowie Athletik ehr im Vordergrund. Die DTU möchte daher unsere Lieblingsprogramme mit der „Masse“ teilen. Heute war also ich dran.

Viel Spaß beim Nachmachen 🙂

Lina

https://www.dtu-info.de/news/2020/mai/die-lieblingstrainingseinheiten-unseres-nationalteams-lina-voelker.html

Die Lieblingseinheiten unseres Nationalteams: Lina Völker

Leistungssportler*innen haben in der Regel die besten Trainer, die Möglichkeiten für viele Einheiten und auch eine Menge Zeit, sich mit ihrem Training auseinanderzusetzen. Sie kennen daher die besten Übungen fürs Training, die besten Tricks fürs Rennen und die besten Kniffe für das im Triathlon nicht ganz unwichtige Material.

Die Triathlet*innen sind aber auch eine große Familie. Weltklasseathlet*innen und Breitensportler*innen können in einem Rennen starten. Die Stars sind nahbar. Und sie machen den Sport aus den gleichen Gründen wie ihr: weil sie ihn lieben. Deshalb geben die Athlet*innen der Nationalmannschaft der Deutschen Triathlon Union (DTU) auf unserer Webseite auch regelmäßig ihre besten Trainingstipps in Form ihrer Lieblings-Trainingseinheit weiter: Heute: Lina Völker.

„Laufen ist meine schwächste Disziplin“, sagt Lina. Daher gibt es natürlich auch Laufeinheiten, wie beispielsweise einen Tempodauerlauf oder Serien mit 1000-Meter-Läufen, die jetzt nicht unbedingt zu dem gehören, was Lina im Training am liebsten macht. „Aber 200er gehen immer“, sagt Lina: „Ich weiß, ich kann das laufen und es geht auch immer richtig gut. Und wenn etwas richtig gut geht, dann macht es echt Bock.“

Linas Lieblingstraining sind 200-Meter-Läufe, unterbrochen durch Trabpausen. Für dieses Programm gibt es verschiedene Varianten, je nach Leistungslevel beziehungsweise Stand der Saisonphase, in der ihr euch befindet: 2 x 5 x 200 Meter, 10 x 200 Meter, 3 x 5 x 200 Meter, 20 x 200 Meter. Auch Leistungssportler wie Lina beginnen in der Vorbereitung im Winter nicht gleich mit 20 x 200 Metern, sondern mit 2 x 5 x 200 Meter oder 10 x 200 Meter. „Mit Serienpause ist das Programm gnädiger“, sagt die 21-Jährige.

Wie das Programm funktioniert? Ihr lauft abwechselnd 200 Meter schnell und trabt 200 Meter locker. Wichtig bei dem Programm ist, dass ihr die 200-Meter-Läufe vom Tempo möglichst gleichmäßig gestaltet. Das gilt auch für die Pausen. „Hier sollte das Tempo kein Spazierengehen sein, sondern lockeres Laufen“, sagt Lina. Die Serienpause bei 2 x 5 x 200 Meter beziehungsweise 3 x 5 x 200 Meter sollte drei bis fünf Minuten betragen.

Es ist ein tolles Programm, um ein Gefühl für die Geschwindigkeit zu bekommen. „Ihr solltet die Läufe vom Tempo her kontrolliert laufen“, sagt Lina, sodass der Puls auch am Ende der Einheit nicht deutlich über 180 Schlägen pro Minute liegt: „Es sollte schon so sein, dass ihr am Ende noch vier weitere 200-Meter-Läufe absolvieren könnt, aber ihr solltet auch nicht denken, zehn Mal würde ich auch noch hinbekommen.“

Das Tolle an dem Programm ist: ihr seid nicht auf einen Sportplatz angewiesen, sondern könnt das Programm quasi überall durchführen. Zum Beispiel auf einem ebenen Waldweg oder an einem Fluss – wie Lina in Saarbrücken an der Saar. Lauft ihr nicht auf dem Sportplatz, legt ihr am besten zwei Punkte fest, die etwa 200 Meter (das sind etwa 40 Sekunden im Laufen) voneinander entfernt sind. Zwischen zwei Läufen trabt ihr etwa 1:30 Minuten locker. Man darf auch mal auf sein Bauchgefühl vertrauen 🙂

Vor dem Programm solltet ihr euch etwa zwei bis drei Kilometer einlaufen. Lina dehnt vor dem Warmlaufen noch fünf Minuten. An das Einlaufen schließen sich ein Lauf-ABC und Steigerungsläufe an. Nach den 200-Meter-Läufen folgt dann das Auslaufen, auch etwa zwei bis drei Kilometer.